Dienstag, 3. Januar 2012

Was nun, Herr Bundespräsident?

Foto: Schloss Bellevue, Stephan Czuratis, Wikipedia

"Ein Land kann nur gedeihen, wenn man ihm Redefreiheit gewährt; mündliche in den Versammlungen und schriftliche in der Presse", sagte Ludwig Börne 1831 zu Heinrich Heine im Frankfurter "Schwanen" (laut Aufzeichnungen des gemeinsamen Freundes Moritz Gottlieb Saphir).
"Die öffentliche Meinung ist ein See, der, wenn man ihn dämmt und aufhält, so lange steigt, bis er schäumend über die Schranken stürzt ... Die Regierungen, die sich bemühen, die Freiheit der Rede und Schrift zu hemmen, zu unterdrücken, zu knebeln, machen es wie die Kinder, die ihre Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden."
 Heinrich Heine antwortete in Bildern:

"Jawohl, der Maulkorb nützt wenig. Ein Hund kann sich auch unangenehm, ja sehr unangenehm machen, wenn man ihm den Mund verriegelt. Und was die Presse betrifft, die ist ein Baum, der wohl auch oft giftige Früchte trägt, dessen “Blätter” jedoch heilsam sind und vielen Kranken zur Genesung verhelfen."

Kommentare

  1. Wer viel mit Sprache zu tun hat, kennt die Weisheit: Wenn ich Sonnenaufgang sage, muss ich auch an Sonnenaufgang denken. Und schön wäre gewesen, Herr Wulff hätte auch mit seinen Augen und seiner Mimik die Aussage unterstrichen: "es tut mir leid". So aber passten Worte und Gesichtsausdruck wieder einmal nicht zusammen.
    Zum Grübeln finde ich seine Erkenntnis, dass es eben doch ein schneller Sprung war, vom Minister- zum Bundespräsidenten. Hat er da plötzlich ausgesprochen, was für ganz viele (Männer) in Wirtschaft und Politik gilt? Ich schnapp mir den Job, der Rest wird sich schon ergeben!

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