Auch die Themen verrieten nicht das Geschlecht: Forudastan schrieb über Innenpolitik, innere Sicherheit, Asyl, Integration und Bürgerrechte. Sie selbst ist als Tochter einer deutschen Augenärztin und eines iranischen Orthopäden, der in Opposition zum Schah im Iran gestanden hatte, 1960 in Freiburg geboren. "Sie besuchte die Grundschule in der Schweiz, das Gymnasium in Iran und machte ihr Abitur in Deutschland. Bereits während ihres Studiums der Rechtswissenschaften und der Politischen Wissenschaften in ihrem Geburtsort war sie als freie Journalistin für verschiedene Tageszeitungen tätig", heißt es auf der Website der Körber-Stiftung, für die sie das Buch "zweiheimisch" über interkulturelles Aufwachsen mit herausgab. Sie gewann 1989 den Theodor-Wolff-Preis und hat weitere Medienpreise eingeheimst.
Ferdos Forudastan war immer meinungsstark, und was Hartwig über ihr Verhältnis zum früheren Kanzler Helmut Kohl berichtet, spricht für sich:
"In Pressekonferenzen oder Hintergrundgesprächen duellierte sie sich gern mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU), den sie stets als 'Herr Kohl' ansprach, worauf sich der Pfälzer in seinen Antworten mit einem süffisanten 'Gnädige Frau' revanchierte."Nun dürfen wir gespannt sein, wie sich ihr großes Ego mit dem ihres neuen Chefs verträgt.
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