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| Journalistik-Professorin Friederike Herrmann. Foto: Christian Klenk |
Freitag, 22. August 2014
„Auch Feministinnen stecken im Patriarchat fest“
Mittwoch, 16. Juli 2014
Angela Merkel: Zum 60. ein Historiker
von Judith Rauch
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| Merkel-Markenzeichen Raute. Foto: Armin Linnartz, CC-BY-SA-3.0 |
Angela Merkel wird 60. Zum 50. bekam sie ja einen Hirnforscher geschenkt: Wolf Singer. Dem aktuellen Spiegel ist zu entnehmen (Seite 38), dass er mit den Händen eine genau so schöne Raute machen kann wie Merkel selbst.
Sonntag, 18. Mai 2014
Der Fall Jill Abramson - ein Lehrstück in Sexismus
von Judith Rauch
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| Jill Abramson (Mitte) bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Leading with Diversity", 2012 Foto: US Department of Labor |
Jill Abramson, deren Ernennung vor knapp drei Jahren als Signal für Frauenkarrieren im Journalismus gewertet wurde, musste nun auf unwürdige Weise abtreten. Und die Frage nach dem Warum beschäftigt die Medienszene in New York und darüber hinaus noch immer.
Montag, 31. März 2014
Beim Barte des Propheten!
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| Bild: Pixabay |
Freitag, 14. März 2014
Elaiza - der Überraschungssieg
von Judith Rauch
Selbst einen Tag später können es einige noch nicht fassen, dass sich dieses Frauen-Trio im ESC-Vorentscheid gegen die Baseball-Rocker, die Fiddler vom Schiff und schließlich selbst gegen den Grafen von Unheilig durchgesetzt hat. Und wie! Spiegel online staunt:
"Im Finale stand Branchenriese Unheilig den Newcomern von Elaiza gegenüber. Es trat gewissermaßen der FC Bayern München gegen die Damen vom FSG Schiffweiler an."
Dienstag, 4. März 2014
Google - eine Welt ohne Frauen?
von Judith Rauch
Sie ist eine inspirierende und zugleich irritierende Lektüre - die aktuelle Titelgeschichte des Spiegel über die Innovationsstrategien des Unternehmens Google. Denn Google ist längst nicht mehr nur eine Suchmaschine - es sei denn, man versteht das Wort metaphorisch: als Suche nach dem Heiligen Gral, nach dem Rezept für eine technologisch perfekte Zukunft. Doch wird es eine Zukunft ohne Frauen sein?
Montag, 23. Dezember 2013
Reingefallen - beim Thema Namenswechsel
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| Keine Probleme mit dem Familiennamen: Joseph, Jesus und Maria. Bild: Julius Frank, public domain |
von Judith Rauch
Journalisten fehle es an Selbstkritik, wird immer mal wieder bemängelt, auch von selbstkritischen JournalistInnen selbst. Weil da etwas dran ist, will ich kurz vor Jahresschluss noch einen Fehler bekennen: Ich bin nämlich reingefallen - auf einen wissenschaftlichen Fälscher. Hier im Watch-Salon.
Es ist zwar schon eine Weile her, mehr als drei Jahre, und ich war nicht die Einzige. Auch renommierte Fachmagazine wie Science und populärwissenschaftliche Zeitschriften wie Psychologie heute veröffentlichten gern die griffigen Studienergebnisse des niederländischen Sozialpsychologen Diederik Stapel. Als der 2011 durch einige seiner Mitarbeiter als Fälscher enttarnt wurde, hatte ich meinen eigenen Blogpost über die schädlichen Folgen eines Namenswechsels bei der Heirat längst vergessen bzw. brachte ihn nicht mit dem entlarvten Wissenschaftler in Zusammenhang.
Dienstag, 5. November 2013
„Prostitution ist in Deutschland salonfähig geworden“
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| Sr. Lea Ackermann. Foto: Solwodi e.V. |
Die Kampagne „Mach den Schluss-Strich“ fordert dazu auf, den Kauf sexueller Dienstleistungen in Deutschland zu verbieten. Was hat dich dazu bewogen, die Kampagne jetzt zu starten?
Also, bei mir ist der Kragen geplatzt, als die Polizei mir ein junges Mädchen brachte, die war gerade an diesem Tag 15 Jahre alt geworden. Sie wurde in Flatrate-Bordellen angeboten – als „Teenie“ und „tabulos“. Der Täter hatte sie 13-jährig aus einem osteuropäischen Kinderheim geholt.Dienstag, 1. Oktober 2013
Angela Merkel: Mutti oder Schwarze Witwe?
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| Westliche Schwarze Witwe. Foto: CC BY-SA 2.5 Matthew Field |
von Judith Rauch
An Tagen wie diesen, also am Wahlabend, als die Kanzlerin tanzte und ihr Fraktionschef Volker Kauder sang, war die Welt noch in Ordnung. Da war Angela Merkel noch Mutti, die alles richten wird. Doch schon wenige Stunden später machte das böse Wort von der "Schwarzen Witwe" die Runde - jenes gar nicht hässlichen Spinnentiers, das seine kleineren Partner nach dem Paarungsakt tötet und aussaugt. Nicht nur Jan Fleischhauer vom Spiegel spricht von Dämonisierung, auch im JB-Forum fragen sich inzwischen etliche Kolleginnen, ob der Tiervergleich nicht mindestens ebenso sexistisch ist wie das betuliche Mutti-Wort.
Dienstag, 24. September 2013
Zu viele Journalisten - darf man noch ausbilden?
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| Die Autorin (2.v.l.) im Kreis ihrer Studierenden. Foto: Studentenfutter 2009/2010 |
von Judith Rauch
Es sei unfair, "Heerscharen von Volontären eine Zukunft vorzugaukeln, die sie gar nicht haben", argumentiert Medienjournalistin Silke Burmester in ihrer Ethikkolumne im aktuellen medium magazin (nicht online). Als Lehrbeauftragte fühle ich mich da betroffen.
Dienstag, 10. September 2013
Wahl-O-Mat und Wirklichkeit
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| Foto: Daniela Hartmann, alles-schlumpf |
von Judith Rauch
Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für Politische Bildung ist ein nettes, interaktives Angebot zur politischen Meinungsbildung. Statt Parteiprogramme zu wälzen, kann man sich dort durch 38 Fragen klicken und dabei feststellen, mit welcher Partei man die meisten inhaltlichen Gemeinsamkeiten hat.
Bei mir sind das traditionell die Grünen. Aber auch die Linke kommt bei mir auf hohe Werte, obwohl ich bei denen kaum je mein Kreuzchen machen würde. Ganz besonders wenig Übereinstimmung habe ich jedoch mit der Partei, die ich wahrscheinlich wählen werde - der CDU/CSU. Das ist schon ein wenig paradox, aber ich bin vermutlich nicht die Einzige, der es so ergeht.
Sonntag, 11. August 2013
Michalis Pantelouris - Öl statt Journalismus
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| Reife Oliven. Foto: Rainer Deml |
von Judith Rauch
Unter dem Titel "Lieber Journalismus, wir müssen reden" verabschiedet sich der Kollege Michalis Pantelouris vom Journalismus. Er will in Zukunft lieber mit Freunden hochwertiges Olivenöl vermarkten. In den sozialen Medien hat er sich einiges anhören müssen für seinen offenherzigen Post. "Reisende soll man nicht aufhalten", "alles nur PR für ein Öl", riefen sie ihm nach. Andere gratulierten zu der mutigen Entscheidung.
Dabei haben wohl einige den ersten Absatz von Pantelouris` Blog-Eintrag nicht so genau gelesen. "Die Branche, jeder weiß das, ist durch und durch korrupt", so geht er los. Die Rede sei vom Olivenöl, so klärt er später auf, aber natürlich will er - listig wie Odysseus - dass man beim Lesen zunächst einmal an den Journalismus denkt.
Freitag, 26. Juli 2013
Warum Journalistinnen wichtig sind
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von Judith Rauch
Wenn ein EU-Institut einen Report veröffentlicht, dann ist das für die meisten Menschen in Europa so wichtig, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Es braucht Journalisten, damit das Thema die Menschen überhaupt erreicht.
Im Fall des am 8. Juli veröffentlichten Reports "Advancing gender equality in decision-making in media organisations" braucht es offensichtlich Journalistinnen, um die Aussagen auf den Punkt zu bringen: "Medien: Je wichtiger der Job, desto weniger Frauen haben ihn" titelte dieStandard in Österreich. "Mehr Meinungen" forderte Redakteurin Alina Fichter in der Zeit, Untertitel: "Eine neue Studie belegt: In kaum einer Branche kommen Frauen so schwer nach oben wie in Medienhäusern. Die Quote ist nötig."
Samstag, 6. Juli 2013
Schlecht, schlechter, Martenstein
von Judith Rauch
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| Foto: ellebasi87 |
Normalerweise lese ich Harald Martenstein gerne. Bei seinen Texten amüsiere ich mich, auch wenn ich ihnen nicht zustimmen kann. Anders war das mit seinem Beitrag über Genderforschung "Schlecht, schlechter, Geschlecht", der vor einem Monat im Zeit-Magazin erschien und ziemliche Wellen geschlagen hat.
Gut, der Kollege hat drei Einführungen in die Genderforschung gelesen. Und er hat drei Frauen besucht, die entweder Genderforscherin oder Gleichstellungsbeauftragte oder beides in einer Person sind. So viel Recherche kann man heutzutage nicht mehr bei allen JournalistInnen voraussetzen. Doch es reicht einfach nicht aus für seine steile These, die Genderforschung sei eine Antiwissenschaft. Zitat Martenstein: "Das Feindbild der meisten Genderforscherinnen sind die Naturwissenschaften. Da ähneln sie den Kreationisten, die Darwin für einen Agenten des Satans und die Bibel für ein historisches Nachschlagewerk halten."
Vielleicht hätte er mal mich fragen sollen.
Samstag, 22. Juni 2013
Vernetzen, verlinken, sichtbar machen!
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| Katrin Rönicke beim JB, Foto: Eva Hehemann |
von Judith Rauch
"Text und Macht" lautete das Motto der Jahrestagung des Journalistinnenbunds am vergangenen Wochenende in Lorsch. Und kaum eine Sprecherin hat das Motto so praxisnah interpretiert wie die Bloggerin Katrin Rönicke. Sie zitierte Hannah Arendt, Macht entspreche der menschlichen Fähigkeit, "nicht nur zu handeln oder etwas zu tun, sondern sich mit anderen zusammenzuschließen und im Einvernehmen mit ihnen zu handeln". (Vollständiges Zitat hier.)
Rönicke, twitterbekannt als @diekadda, führte dann aus, wie ein solch machtvoller Zusammenschluss im Internet gelingen kann: durch Vernetzen, Verlinken und Sichtbarmachen. Etwa beim Anprangern von Sexismus durch die #aufschrei-Kampagne. Diese erfolgreiche feministische Netz-Initiative von Anne Wizorek (@marthadear) wurde am Sonntag vom Journalistinnenbund mit einer lobenden Erwähnung bei der Verleihung des Marlies-Hesse-Nachwuchspreises bedacht. Inzwischen hat #aufschrei auch beim Grimme Online Award gesiegt.
Montag, 27. Mai 2013
Spiegel, ProQuote, Emma - und die ScheinriesInnen
von Judith Rauch
Im aktuellen Spiegel drischt Thomas Tuma auf ProQuote ein. Er wirft den Mitgliedern des erfolgreichen Verbands vor, statt Journalismus nur noch Propaganda zu betreiben. Tuma verwirbelt dabei, simpel gesagt, zwei Dinge: Erstens: Das Auftreten der ProQuote-Frauen als Lobbyistinnen von Frauenkarrieren. Daran gibt es eigentlich nichts zu kritteln, denn das machen sie offen, lautstark und effektiv. Zweitens: Das Auftreten der ProQuote-Frauen und der mit ihnen sympathisierenden Journalistinnen, vor allem aus der Branchenpresse, als Berichterstatterinnen über Frauenkarrieren. Dabei kann es schon mal zu unkritischen Beiträgen, zu "positivistisch-affirmativem Kitsch" (Tuma) kommen, und das ist journalistisch nicht schön. Die Beispiele, die er zitiert, sprechen für sich.
Sonntag, 12. Mai 2013
Die Kapitäne auf ihren sinkenden Schiffen
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| By YPS (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons |
von Judith Rauch
Am kommenden Donnerstag und Freitag trifft sich in Hamburg das Forum Lokaljournalismus, veranstaltet von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Hamburger Abendblatt. Referenten: 19 Männer und eine Frau. Das sind fünf Prozent statt 50, errechnete Watch-Salon-Mitbloggerin Magdalena Köster korrekt auf dem Doku-Blog 50 Prozent, das von der Netzaktivistin Anne Roth zusammen mit freiwilligen MitstreiterInnen betrieben wird.
Ich frage mich allerdings, ob ich mich darüber noch aufregen soll. Der Lokaljournalismus, die Zeitungsbranche insgesamt, ist derartig im Keller, dass sie sich - in Wien zumindest - schon von Frauen die Leviten lesen lässt.
Montag, 15. April 2013
Die Quote: Nur Mut, Angela Merkel!
| Angela Merkel Foto: CDU/Laurence Chaperon |
von Judith Rauch
In Ursula von der Leyens Haut möchte man jetzt nicht stecken. Wie die Süddeutsche treffend analysiert, geht es für sie gerade um alles: Stimmt sie am Donnerstag gegen die Fraktionsdisziplin und für die Quote, ist es möglicherweise aus mit ihrer vielversprechenden Karriere. Stimmt sie gegen ihre Überzeugung gegen die Quote, "braucht sie sich bei den Frauen nicht mehr blicken lassen", so Robert Roßmann.
Leichter haben es da die weniger bekannten Figuren, "Hinterbänkler", wie man sie oft schimpft. Josef Göppel von der CSU zum Beispiel. "Lieber lasse ich mich von der Fraktionsführung schelten als von meiner Frau", sagte er gegenüber dem Spiegel. Oder Sibylle Laurischk von der FDP. Sie will am Donnerstag ebenfalls für die Quote stimmen. "Mein Abstimmungsverhalten mag nicht ganz im Sinne der Koalition sein, aber ich bin es mir selbst schuldig."
Es wäre nun an der Zeit, dass Angela Merkel ein Machtwort spricht.
Donnerstag, 4. April 2013
Frauenpower für die Wissenschaftspublizistik
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| Marcia McNutt 2010, Foto: Kris Krüg, poptech |
von Judith Rauch
Marcia McNutt wird Chefredakteurin von "Science". Sie ist Geophysikerin, und man liest erstaunliche Dinge über sie: Sie sei zertifizierte Taucherin und habe mit den US Navy Seals, ganz harten Burschen also, trainiert. Marcia McNutt war Direktorin des United States Geological Survey, einer wissenschaftlichen Behörde, die dem amerikanischen Innenministerium untersteht. 2010, beim Unfall der Ölplattform Deepwater Horizon, leitete sie eine Taskforce, die den Ausstrom des Öls und damit die Umweltfolgen berechnete. Sie habe seinerzeit 23 Tage in Folge 16 Stunden gearbeitet, berichtet Robert Gagosian, ein hochgestellter Kollege aus der Meeresforschung, über sie.
Offensichtlich ist das wissenschaftliche Publizieren heute mit ähnlichen Herausforderungen verbunden wie die Rettung eines Ökosystems vor einem Ölunglück.
Mittwoch, 30. Januar 2013
Als Himmelreich durch die Hölle ging
von Judith Rauch
Der Tiefpunkt muss wohl die gestrige Talkshow von Markus Lanz im ZDF gewesen sein. Von einer öffentlichen Demontage der Laura H. schrieb - ohne großes Mitleid - Focus online. Hier hatte sich also eine mehr oder minder illustre Herren- und Damenrunde versammelt, um das abwesende Opfer zur Täterin zu stilisieren: Laura Himmelreich, die ein kritisches Porträt über den Politiker Rainer Brüderle im stern geschrieben und damit unfreiwillig einen #Aufschrei zum Thema Sexismus ausgelöst hat.
Etwas ausgewogener war es da noch bei Günther Jauch am Sonntag zugegangen. Da wurde die Reporterin, die sich nicht zeigen wollte, immerhin von ihrem Chefredakteur Thomas Osterkorn ritterlich vertreten. Doch was machte Bild.de daraus? "Wieso hat Laura Himmelreich gekniffen?" fragten die Kollegen scheinheilig und bauten den neuen "Twitter-Star" Anne Wizorek mit ihrem "Knallhart-Auftritt" zu ihrer Konkurrentin auf. Nur um beim heutigen "Showdown", dem Pressefrühstück der FDP in Berlin, in vorderster Reihe mitzutwittern, wie sich Brüderle und Himmelreich begegneten - naja, fast.









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