Sonntag, 14. Juli 2019

Sommerpause

von Angelika Knop

Meer nachdenken, weniger schreiben .... / Foto: Angelika Knop

Wir machen uns Gedanken - aber im Juli und August erst mal keine Blogposts. Auf Twitter bleiben wir aktiv. Im September geht es auch hier weiter.

Einen wunderschönen Sommer wünscht das Team vom Watch-Salon.



Freitag, 5. Juli 2019

Auf dem Weg in Richtung Quote? Medientage München bewegen sich

von Angelika Knop

Manifest mit Wirkung: Stefan Sutor, Angelika Knop, Sissi Pitzer bei den Medientagen 2019 / Foto: Beatrix Boutonnet
Vergangenen Herbst waren wir das Warten leid, jetzt hat es sich gelohnt. Auf einer Bühne der Medientage verlasen wir im Oktober das Manifest unseres Bündnisses Media Women Connect. Die Hauptforderung an die Veranstalter war, sich für 2019 in den Panels auf einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent festzulegen. Geschäftsführer Stefan Sutor lehnte so eine Selbstverpflichtung damals mit deutlichen Worten ab. Einige Monate später gab es noch mal ein Gespräch zwischen uns, am Montag dann eine Ankündigung auf der Website und nun eine Pressemitteilung.

Mittwoch, 26. Juni 2019

"Ausgeblendet" - Geschlechterungerechtigkeit in Film- und Fernsehen

von Angelika Knop

Ausschnitt aus dem Buchcover, Herbert von Halem Verlag 

Das Frauenbild, das wir auf Bildschirmen und Leinwänden serviert bekommen, hat nichts mit der Realität zu tun. Zumindest nicht in Summe. Frauen sind dort zu wenig, zu dünn und zu jung. Das ist nicht nur die gefühlte Wahrheit einer feministischen Zuschauer*in, sondern Forschungsergebnis - mitfinanziert von den Kritisierten: Sendern und Filmförderung. Die Medienwissenschaftlerinnen Elizabeth Prommer und Christine Linke legen das jetzt in "Ausgeblendet" dar.


Mittwoch, 19. Juni 2019

Geschlechtergerechtes Schreiben im Watch-Salon: Sichtbarkeit ist uns wichtig

vom Watch-Salon-Team

Ein Sternchen macht Karriere – auch im Watch-Salon?  / Foto: Christine Olderdissen


Der Watch-Salon setzt sich ein für Frauen in Journalismus und Gesellschaft. Wie halten wir es mit der sprachlichen Gerechtigkeit? Nun, sagen wir: vielfältig. Jede macht es so, wie sie mag. Doppelnennung, Binnen-I. Die Tendenz geht vermutlich zum Sternchen – gefühlt, ohne Überprüfung. Wir haben da tatsächlich mal drüber gesprochen und es jeder Autorin freigestellt – so wie wir auch sonst wenig Sprachregelungen haben. Wie geht es uns damit hier und anderswo im Job und im Leben?


Donnerstag, 13. Juni 2019

Gendern oder sprachlich gleichbehandeln? Fünf Fragen an Kommunikationstrainerin Corinna Waffender

von Christine Olderdissen

Binnen-I, Gender-Gap, Beidnennung und Gendersternchen - Es gibt vielerlei Vorschläge, um geschlechtergerecht zu formulieren. Am 28. Juni geht www.genderleicht.de an den Start.Das Webprojekt des Journalistinnenbundes will insbesondere Medienschaffenden Orientierung beim diskriminierungsfreien Schreiben wie auch in der Genderdebatte bieten.

"Chancengleichheit steht im Vordergrund." Kommunikationstrainerin Corinna Waffender / Foto: Barbara Dietl


Corinna Waffender hat ein feines Gespür für Sprache. Als Schriftstellerin schreibt sie Kriminalromane. Als Kommunikationstrainerin schult sie Verwaltungen im gendersensiblen Schreiben. In einem größeren, gemeinsamen Textprojekt war sie vor Jahren meine Lektorin und wir waren uns schnell einig, dass wir geschlechtergerecht schreiben wollen, ohne dass es als „gegendert“ auffällt. Ich habe viel von ihr gelernt - und konnte von diesem Wissen in meiner Arbeit als Projektleiterin im Team Genderleicht profitieren.


Mittwoch, 5. Juni 2019

Kampf um Freiheit, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit - Dokumentarfilme über Mädchen und Frauen

von Angelika Knop

"A Thousand Girls Like Me" / Foto: DOK.fest München
"Gab es da einen Frauenschwerpunkt?", fragte mich eine Freundin, als ich ihr über die Filme erzählte, die ich auf dem DOK.fest in München im Mai gesehen hatte. Nein, ich hatte mir den Schwerpunkt selber gesucht - eher unbewusst, weil es die Schicksale und Geschichten waren, die mich besonders interessierten. Aber das Angebot war eben auch da: Dokumentarfilme über Mädchen und Frauen, die um Gleichberechtigung kämpfen - ihre eigene oder die anderer. Um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, das eigene Leben und gegen Vorurteile. Und sie waren alle von Frauen gemacht. Die Frage meiner Freundin hat mich dazu veranlasst, noch einmal meine persönliche Auswahl hier im Blog zusammenzustellen, auch wenn das Festival schon mehr als ein paar Tage her ist. Das nächste kommt bestimmt irgendwo - oder die DVD oder das Streaming. Es lohnt sich, danach Ausschau zu halten!

Montag, 3. Juni 2019

#MeToo: "Die Last des Kulturwandels darf nicht auf den Schultern der Betroffenen liegen". Fünf Fragen an Barbara Rohm

von Angelika Knop

Barbara Rohm engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der Vertrauensstelle Themis / Foto: privat


Vergangene Woche hat die Schauspielerin Jany Tempel erneut ihr Schweigen gebrochen. 512 Tage nach dem Artikel im ZEIT MAGAZIN, in dem sie gemeinsam mit zwei Kolleginnen den Regisseur Dieter Wedel der sexuellen Belästigung und Gewalt beschuldigte. Seither, so schreibt sie, sei nichts passiert. Betroffene würden dadurch erneut abgeschreckt, sich mit Vorwürfen an Gerichte und Öffentlichkeit zu wenden. In der Tat ist Wedel zwar bei Sendern und Produktionsfirmen in Ungnade gefallen, wird aber nach wie vor in den Klatschspalten hofiert - so als sei nichts gewesen. Immerhin gibt es mittlerweile eine Anlaufstelle für Betroffene sexueller Übergriffe in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche: die Vertrauensstelle Themis in Berlin. Der Trägerverein wurde vor rund einem Jahr, am 25. Mai 2018, gegründet. Der Watch-Salon hat Mitgründern und Vorstandsfrau Barbara Rohm nach ihren Erfahrungen gefragt.