Mittwoch, 25. März 2020

Corona-Hackathon #WirVsVirus: Kollektive Solidarität – ganz ohne Shitstorm

von Gastautorin Beatrix Boutonnet

In die Tasten hauen: Die Münchner JB-Regionalsprecherin Beatrix Boutonnet im Wochenendeinsatz / Foto: privat

Es war eine kleine Notiz im Netz, dann ein Schreiben vom Deutschen Journalistenverband (DJV), die mich auf den Hackathon #WirVsVirus aufmerksam machten. Ich bin keine Tekkie, aber ich mag Engagement, Mut und Haltung und das Gefühl "Wir schaffen das". Also habe ich mitgemacht - und war mittendrin im gigantischen, gemeinsamen Programmierwettbewerb gegen die Coronakrise.  27.000 Freiwillige suchten von Freitag- bis Sonntagabend in 1.500 virtuellen Teams gemeinsam nach Lösungen zu vielfältigen Problemen – ganz ohne Bezahlung.


Dienstag, 17. März 2020

Lesen! "Über Geld spricht man" - die Lektüre zum Equal Pay Day 2020

von Gastautorin Sissi Pitzer

Henrike von Platens Buch, erschienen im Nicolaiverlag / Foto: Fair Pay Innovation Lab

„Nicht die Frauen müssen sich ändern, sondern die Spielregeln“. Dieses Zitat der Harvard-Professorin Iris Bohnet steht auf Seite 66 – doch es gilt für das gesamte Buch: Henrike von Platen zeigt in „Über Geld spricht man", dass er existiert, "Der schnelle Weg zur Gleichstellung“. Dafür müssten allerdings viele Verantwortliche auch nach ihren Erkenntnissen, Beispielen und Vorschlägen handeln. Diesmal können wir am Equal-Pay-Day nicht auf die Straße gehen, um dafür zu demonstrieren. Lesen aber können wir das ebenso informative wie unterhaltende Buch auch daheim auf dem Sofa oder Balkon. Diwan statt Demo sozusagen.

Freitag, 6. März 2020

Equalista, baby!

von Gastautorin Ann-Kathrin Canjé


Auf der Suche nach Geld für ihre Gleichberechtigungs-App:  Theresa Kauffeld und Louisa Wiethold stellen Equalista bei der FemGems Live Show* vor, Februar 2020 / Foto: Equalista GmbH

Spielerisch lernen, was Gleichberechtigung wirklich bedeutet: Das wollen die Gründerinnen der App Equalista, Theresa Kauffeld und Louisa Wiethold, möglich machen. Die Schwestern, 32 und 26 Jahre alt, stammen aus Eutin, haben beide ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert und sich für ihr Herzensprojekt selbstständig gemacht. Zum Internationalen Frauentag 2020 starten sie dafür ihr Crowdfunding.

Ann-Kathrin Canjé hat mit ihnen über die Beweggründe zur App und die Idee dahinter gesprochen.


Montag, 17. Februar 2020

Der weibliche Blick auf den Film und die Frauen: Art+Feminism-Edit-a-thon bei der Berlinale 2020

von Gastautorin Ina Krauß

Noch fehlt ihr Name in der Wikipedia: Kamera-Talent Nadja Krüger beim Dreh von Amygdala.
Foto: Schuldenberg/Berlinale - Berlin Talents 2020

Die Oscars 2020 sind vergeben. Und das Bedauerliche daran: Es war mal wieder eine vergebene Chance, mehr Filmfrauen, ihre Arbeit vor, in und hinter den Kulissen zu würdigen. Schauen wir also gespannt nach vorn: auf die Berlinale 2020. Weil Ärgern oder Erbsen zählen inzwischen etwas ermüdend ist, haben sich jb-Kollegin Elke Koepping, Art+Feminism-Veranstalterin Daniela Brugger aus der Schweiz und WomenEdit-Mitstreiterin Sandra Becker zusammen mit engagierten Frauen aus der Wikipedia-Community ein tolles Projekt ausgedacht: Den Art+Feminism-Edit-a-thon.

Donnerstag, 6. Februar 2020

#ShareyourPower – neue Kampagne für Gendergerechtigkeit in Film, Medien, Kultur

von Gastautorin Sissi Pitzer

Barbara Rohm von ProQuote Film ruft auf zur neuen Kampagne "ShareYourPower"/ Foto: ProQuote Film, Dietmar Gust

Geballt für die Quote – mit dieser Aufforderung zu Solidarität, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Power starteten sie ins neue Jahr: ProQuote Film, ProQuote Bühne und ProQuote Medien. Auf dem Quotenkongress Ende Januar in Berlin wurde deutlich, dass sich dafür auch eine Reihe von Politikerinnen einsetzen. Denn, so eine Erkenntnis: Wirklich ändern wird sich nur etwas durch neue, gendergerechte Gesetze.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Raubtiere im Newsroom

von Anuradha Sharma aus dem indischen Shiliguri - Hostwriter- und Gastautorin im Watch-Salon


Illustration: Moshtari Hilal


Meine Karriere als Journalistin war zum Scheitern verurteilt, weil ich kein Mann bin. Letztes Jahr gestand ich mir diese Wahrheit zum ersten Mal ein, nachdem ich vor über sieben Jahren meine feste Stelle als Journalistin gekündigt habe und mich notgedrungen auf ein Leben als Freelancer einließ.
 Es erstaunt mich jetzt – oder vielleicht auch nicht –, dass ich das all die Jahre nicht wahrhaben wollte. Ich wollte mich nicht als Opfer sehen; ich war eben eine Spielernatur und liebte das Risiko. Jedes Mal, wenn ich anderen erzählte: "Ich habe mich selbstständig gemacht, weil man da viel mehr Freiheit hat, und interessanter ist es auch", habe ich ihnen und mir selbst etwas vorgemacht.

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Zählen, Messen, Haltung zeigen - der Weg zu fairer Bezahlung

von Angelika Knop


"Der Gipfel der Guten" (v.l.n.r.): Frank Rohde, Randolf Bursian, Franziska Giffey, Henrike von Platen, Katja Ploner, Barbara Thiel, Nina Keim beim Fair Pay Innovation Summit  / Foto: Angelika Knop

Das Thema Equal Pay ist angekommen in der Wirtschaft. So sieht es aus am Vormittag des 17. Dezember im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundesfrauenministeriums in Berlin beim Fair Pay Best Practice Summit. Die Personalverantwortlichen oder Diversitybeauftragten von Adobe, Evonik, Siemens, Thyssenkrupp und Salesforce stehen oder sitzen auf dem Podium. Im Publikum sind große Anwaltskanzleien, Unternehmensberatungen, Gewerkschaften und weitere Unternehmen vertreten. Rund ein Viertel der Anwesenden sind Männer. Oder befinden wir uns hier wieder einmal in einer Filterblase? Ist dieser „Gipfel der Guten“, wie ihn Bundesfrauenministerin Franziska Giffey in ihrer Rede nennt, doch nur ein exklusiver Zirkel der Überzeugten oder gar derer, die ein bisschen Whitewashing betreiben wollen? Sonst bräuchte es doch diese Veranstaltung nicht, oder?