Freitag, 15. Januar 2021

Salonschnipsel: 40 x lesbisch, feministisch, sichtbar

von Christine Olderdissen  

Salon-Schnipsel, der: Kleine Empfehlung der Salonistas, in unregelmäßigen Abständen zu finden.
Zum Sehen, Hören, Freuen.

Anstelle von Fotos: Jedes Portrait im Buch schmückt eine Zeichnung der Künstlerin Helene Traxler. ©Querverlag

Fundsache: "Lesbisch, feministisch, sichtbar - Rolemodels aus dem deutschsprachigen Raum" Portraitbuch aus dem Berliner Querverlag

Fundort: Gutsortierte Buchhandlung oder online im Verlags-Shop des Querverlag

Fun-Faktor: „Ich kenne eine Lesbe – und Sie?“ So heißt eine legendär gewordene Sendung in der WDR-Fernsehreihe „Frauen-Fragen“. Inge von Bönninghausen, Moderatorin und Redaktionsleiterin, hat 1991 die ZEIT-Journalistin und Schriftstellerin Viola Roggenkamp zu Gast und beide outen sich vor Kamera: „Ich kenne Sie und viele, viele andere“.

Dienstag, 22. Dezember 2020

Statt Geschenke – Spenden für feministische Medienkonzepte und weiblichen Qualitätsjournalismus

von Luise Loges

Mehr Gold und Glitzer für Frauenmedienprojekte / Foto: Danil Aksenov/unsplash.com

Die vierte Kerze brennt, die Feiertage stehen vor der Tür. Bald ist das Jahr vorbei. Endlich, werden jetzt einige denken. Für viele von uns, besonders die freien Journalist*innen, Künstler*innen und andere Medienschaffende, war das Jahr 2020 ein hartes – nicht nur durch Verdienstausfälle und Existenzangst. Auch Sorge um ältere Angehörige und ein erhöhtes Maß an Care-Arbeit belasteten in der Pandemie besonders Frauen.

Wir hoffen, dass unsere Leser*innenschaft nun zu Weihnachten die Chance hat, zur Ruhe zu kommen und ein frohes Fest zu erleben. Und vielleicht hat die eine oder der andere ja sogar ein wenig mehr Geld übrig als sonst am Jahresende – etwa weil Urlaubspläne ins Wasser gefallen sind oder, weil die Vorweihnachtszeit einmal nicht beim Geschenkekauf in der überfüllten Innenstadt verbracht wurde. 

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Konkurrenz für das Alphamännchen? Eine kritische Bilanz alter und neuer Geschlechterrepräsentanz

Buchbesprechung von Gastautorin Inge von Bönninghausen

Run auf's Amt: Politikkarriere dank Quote, warum nicht?! / Foto: Flo Karr unsplash.com

Manuela Schwesig tut es, Karolin Kebekus tut es und auch Caren Miosga tut es. 40 erfolgreiche Frauen sprechen „Ich bin eine Quotenfrau“. Den Igittsatz  wollen sie  enttabuisieren. Bei der Multimediaaktion von Stern.de im November 2020 sind sie zu hören und zu sehen, rechtzeitig zur Koalitionsvereinbarung über die Quote für Unternehmensvorstände.

Die richtige Zeit auch für das Buch unserer Kollegin Dorothee Beck, in dem sie gemeinsam mit Annette Henninger wissenschaftliche Beiträge und Interviews mit Politikerinnen zur Quote herausgegeben hat. Der Sammelband „Konkurrenz für das Alphamännchen“ basiert auf einem Workshop an der Philipps-Universität Marburg im Jahr 2018 mit Sozialwissenschaftlerinnen und Politikerinnen. Letztere wurden für das Buch noch einmal interviewt.

Mittwoch, 4. November 2020

Protest, Pressefreiheit, Geschlechterrollen - die Demonstrationen in Belarus. Fünf Fragen an Jasper Steinlein

 
Tagesschau-Onlineredakteur Jasper Steinlein im Gespräch. / Foto: Wulf Rohweder

Frauen in weißen Kleidern umarmen schwer bewaffnete Polizisten in schwarzer Schutzausrüstung, reichen ihnen Blumen. Frauen demonstrieren Hand in Hand, umringen ihre männlichen Mitstreiter, um sie vor dem gewaltsamen Zugriff der Sicherheitskräfte zu schützen. Die protestierenden Frauen von Belarus kennt inzwischen die ganze Welt – obwohl das Land vielen vor der Präsidentschaftswahl im August wohl nur als "Europas letzte Diktatur" bekannt war. Was aber steckt hinter diesen starken Bildern? Wie weiblich und wie vielfältig sind die Proteste? Diese Fragen stellte ich an den Osteuropaexperten Jasper Steinlein.

Montag, 28. September 2020

Bekenntnis zur digitalen Courage – jb-Podiumsdiskussion "Mutig gegen Hass und Hetze"

von Luise Loges

Renate Künast, Anja Reschke und Alice Hasters diskutieren über Anti-Feminismus und Sexismus  
Foto: Henning Schacht

Meinungsfreiheit und Debatte sind essentielle Bestandteile unserer Demokratie. Hasstiraden und sexualisierte Beschimpfungen müssen Journalistinnen und Politikerinnen dabei jedoch nicht hinnehmen. Um sich wirkungsvoll dagegen zu wehren, brauchen sie aber weit mehr Unterstützung als das derzeit der Fall ist. Da war sich das Podium einig: die Bundestagsabgeordnete Renate Künast, die Journalistinnen Anja Reschke und Alice Hasters sowie die Professorin für Genderforschung, Paula-Irene Villa Braslavsky. 

Mittwoch, 16. September 2020

Virtuell im Gespräch: jb-Online-Meeting jeden 1. Sonntag

von Gastautorin Hilde Weeg 

Schnappschuss vom jb-Online-Meeting. Manche schalten sich auch nur per Telefon dazu.

Etwas Gutes hat die Corona-Pandemie: Seit dem 3. Mai sind auch weit entfernt lebende jb-Kolleginnen nur noch einen Mouseclick entfernt. An jedem 1. Sonntag eines Monats von 17 bis 18 Uhr öffnet sich ein Online-Meetingraum, zum offenen Austausch darüber, was uns umtreibt oder antreibt, im jb oder im Job. Es ist ein offener Treff für alle Neuen und eine willkommene Möglichkeit, bekannte jb-Gesichter wieder zu sehen. Ohne lange Wege, einfach vom Sofa aus, egal ob das in Berlin steht oder in Beirut.

Mittwoch, 9. September 2020

Mit Blumen im Haar zu den Partys der New Yorker Bohême: „Frida“ – Der neue Roman von Maren Gottschalk

von Christine Olderdissen

Buch Frida von Maren Gottschalk liegt auf bestickten Stoffen aus Mexiko
Stickereien aus Mexiko - wie Frida Kahlo sie liebte. / Foto: C. Olderdissen

Frida Kahlo – die Widerspenstige, Eigensinnige. Malerin des Seelenlebens, ihres eigenen versteht sich. Wer kennt ihre ikonografisch gewordenen Selbstportraits nicht? Oder ihre Lebensgeschichte, in unzähligen Artikeln und Büchern beschrieben. Nun kommt ein weiteres Buch über die mexikanische Künstlerin hinzu: In „Frida“ beleuchtet jb-Kollegin Maren Gottschalk Kahlos Aufenthalte in New York und Paris in den Jahren 1938/39. Wie ein bunter Vogel flattert die 30-Jährige durch die Partys der Künstlerbohême, Tequila und Rotwein überaus zugeneigt. Auch erotische Abenteuer gönnt sie sich.