Freitag, 15. November 2019

Das geht gar nicht! Eine Diskussion über Feminismus, Intersektionalität und Journalismus

von Gastautorin Sissi Pitzer

Auf dem Podium (v.l.n.r.): jb-Vorsitzende Friederike Sittler, Bloggerin Kübra Gümüşay, Chefredakteurin Anna Mayrhauser, Journalistin Konstantina Vassiliou-Enz, Moderatorin Franziska Hilfenhaus / Foto: Stefan Röhl

Eine Diskussion über 280 Zeichen hinaus. Dazu hatte der jb gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung am 11. November in Berlin eingeladen. Anlass: Die Auseinandersetzung um die Hedwig-Dohm-Urkunde für die Karikaturistin Franziska Becker im Sommer, die vor allem auf Twitter zu heftigen Diskussionen und auch Anfeindungen gegen den jb geführt hatte. Aber, so betonte jb-Vorsitzende Friederike Sittler in ihrer Begrüßung, die Veranstaltung solle das Thema weiten: Wie arbeiten wir handwerklich sauber in Zeiten, in denen viele viral gehende Beiträge sehr subjektiv sind? Wie umgehen mit dem Streit im Feminismus, auch um die Bedeutung von Intersektionalität?

Mittwoch, 13. November 2019

Abschied von der DDR

von Gastautorin Gislinde Schwarz

Gislinde Schwarz 1988 auf Hiddensee / Foto: Katja Worch

"Wir haben unseren Alltag verloren, unseren Maßstab an die Dinge, unsere Identität." Das schreibt Gislinde Schwarz im Juni 1990. In den Monaten rund um den Mauerfall 1989 ist ihr Tagebuch Zeitzeuge des herbeigesehnten und dann doch überraschend schmerzhaften Übergangs von einem Staatssystem zum anderen. Die Journalistin, Redakteurin bei der Frauenzeitschrift FÜR DICH, erlebt den 9. November am Fernsehgerät, zuhause in Marzahn, während ihre zwei Kinder schlafen. Ihre Tagebuchaufzeichnungen druckte die EMMA im Oktober 1990 - mit Reflektionen der Autorin auf die soeben erlebte Zeitenwende. Wir veröffentlichen den Artikel anläßlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls hier noch einmal und mit freundlicher Genehmigung der EMMA-Redaktion.


Mittwoch, 6. November 2019

30 Jahre Mauerfall - Wie haben wir ihn erlebt?

Eine Zusammenschau von Christine Olderdissen

Zehn jb-Kolleginnen und ihre Erinnerung an den Tag, der die Wende brachte. / Collage: C.Olderdissen

Es gibt Tage, an die können wir uns alle erinnern, so ist es auch beim Mauerfall. Allerdings nur diejenigen, die alt genug sind; er ist immerhin schon 30 Jahre her. Damit ist er ein Fall für die Geschichtsschreibung und deshalb habe ich im Journalistinnenbund herumgefragt – wie hast du den 9. November 1989 erlebt? Als Zeitzeugin, als Frau, als Journalistin? Geantwortet haben mir vor allem jb-Kolleginnen mit einer westdeutschen Biografie. Interessante Geschichten, die ein Schlaglicht werfen, persönlich wie politisch. Kolleginnen, die ´89 in der DDR lebten, waren dagegen mit ihren Antworten zögerlich.


Mittwoch, 30. Oktober 2019

Ausgezeichnet! Courage-Preis für die Fotokünstlerin Patricia Morosan

Fünf Fragen von Eva Hehemann


Preisgekrönt: Patricia Morosan erhielt zusammen mit Christine Holch für diesen Bericht in der chrismon
den Couragepreis des Journalistinnenbundes 2019


Eine der erfreulichsten Aufgaben einer Jury ist es, nach getaner Arbeit den auserkorenen Gewinnerinnen von ihrem Preis zu berichten. 2019 fiel es mir zu, Patricia Morosan telefonisch mitzuteilen, dass sie für ihre Fotografien zu einem chrismon-Artikel zusammen mit der Autorin Christine Holch den Courage-Preis erhalten sollte. Die Freude war groß, auch bei mir, denn als Fotografin finde ich es natürlich immer ermutigend, wenn Kolleginnen ausgezeichnet werden. Wir leben in einer Welt der Bilder, hunderte Fotografien überfluten uns alltäglich, die meisten hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Aber Patricia Morosans Arbeiten sind von besonderer Qualität. Wie eindrücklich sie die Protagonistinnen des Artikels portraitiert hatte – man sollte die beiden als Kinder schwer sexuell missbrauchten Frauen nicht erkennen können –, hatte unsere Jury sehr berührt.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Bonnie & Bonnie - eine berührende Love-Story

von Tina Stadlmayer

Kiki und Yara fühlen sich wie Bonnie & Clyde und filmen sich dabei. / Foto: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Es macht Spaß, Kiki und Yara dabei zuzuschauen, wie sie durch Hamburg toben und die Hansestadt aufmischen, wie Kiki mit ihrer schnoddrigen Art den Machos in ihrer Umgebung Kontra gibt. Regisseur Ali Hakim ist selbst in Hamburg-Wilhelmsburg aufgewachsen. Das merkt man seinem Film an, denn er beschreibt die dortige Jugendszene sehr authentisch.


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Auf dem Weg zur Gleichberechtigung: Global Investigative Journalism Conference

von Gastautorin Lena Sünderbruch


Eine nahezu paritätische Speakerliste - die weltweit wichtigste Konferenz für Investigativjournalismus hat es hinbekommen, Frauen und Männern gleichermaßen auf die Podien zu setzen. Es gibt also genügend kompetente Journalistinnen, die man(n) zu Wort kommen lassen kann - und die dem Ruf dann auch folgen. Die Sensibilisierung für das Thema steigt. Dennoch bleibt noch einiges gegen Diskriminierung zu tun, auch intersektionell.

Mittwoch, 25. September 2019

Salonschnipsel: Starter-Kits von Terre des Femmes

von Luise Loges

"Die Aufklärerin" verspricht einen lehrreichen Lesenachmittag. / Foto: Terre des Femmes

Hin und wieder braucht eine gute Sache Unterstützung - die Mission von Terre des Femmes (TdF) etwa ist eine, der wir uns von Herzen verschreiben können: Menschenrechte für die Frau durchsetzen, ohne Wenn und Aber, weltweit. Noch schöner ist es, wenn die Unterstützende für ihr Geld Unterstützung zurückbekommt, sei es in Form von Lesematerial, Demo-Equipment, fairem Kaffee oder dem Vorführrecht für einen feministischen Heimkinoabend.