Donnerstag, 20. September 2018

Inge von Bönninghausen: Wir gratulieren zum 80. Geburtstag!

von Christine Olderdissen


Inge von Bönninghausen, stets engagiert für die Sache der Frauen  / Foto: Malin G. Kundi


Sie war die erste, die mit den "Frauen-Fragen" eine feministische Frauensendung ins Fernsehen brachte, für ihren "Journalismus im Dienste gesellschaftlicher Emanzipation" wurde sie mit dem Grimme-Preis 2018 geehrt. Sie ist eine der Mitgründerinnen des Journalistinnenbundes, war vier Jahre Vorsitzende des Deutschen Frauenrats und hat sich auch international für Frauenrechte engagiert. Hier im Watch-Salon schrieb sie eine flammende Abrechnung mit dem Ageismus. Nun feiert Inge von Bönninghausen ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren aufs Herzlichste! Und lassen sie - quasi selbst - zu Wort kommen.


Dienstag, 28. August 2018

100 Jahre „Damenwahl“ – Ausstellung zum Jubiläum des Frauenwahlrechts

von Gastautorin Margit Schlesinger-Stoll

Endlich dabei: die ersten weiblichen Abgeordneten der Weimarer Nationalversammlung, hier bei einer Kaffeepause
/ Foto: Historisches Museum Frankfurt

Wenn das Historische Museum Frankfurt/Main (HMF) jetzt mit der Ausstellung „Damenwahl - 100 Jahre  Frauenwahlrecht“ seine zweite große Wechselausstellung präsentiert, darf frau und man einiges erwarten. Eher etwas für historisch Interessierte? Keineswegs, denn gleichberechtigter Zugang zu Bildung, gleiche berufliche Chancen und Bezahlung, politische Teilhabe und sexuelle Selbstbestimmung sind auch 100 Jahre nach Ende des Wilhelminischen Kaiserreichs noch nicht selbstverständlich. Ich selbst werde mehr als einmal reingehen. Denn ich erfahre mehr z. B. über Johanna Tesch …


Montag, 13. August 2018

Endlich an der Spitze - was jetzt?

Eva Hehemann im Gespräch mit Annette Hillebrand

Annette Hillebrand coacht erfolgreiche Medienfrauen / Foto: Ulf Dahl


Immer mehr Kolleginnen schaffen es erfreulicherweise, endlich in Führung zu gehen. Aber an die Spitze zu gelangen, ist die eine Sache. Eine andere ist es, dort auch zu bestehen. Was gehört dazu, sich in den nach wie vor hauptsächlich männlich geprägten Hierarchien zu behaupten?

Mittwoch, 18. Juli 2018

#whomademyclothes – von der Modebloggerin zur Aktivistin

Ein Gastbeitrag von Isabelle Rogge

"Run it your way" - Flashmob auf dem Berliner Alexanderplatz für die Fair Fashion Revolution / Foto: Milan Wulf
Ich kann mich noch gut erinnern, wie diese Sache mit dem Modebloggen begann. Ende 2014, neben meinem Studium und einem Redaktionsjob für eine Kultursendung. Eine Freundin startete einen Berliner Lifestyleblog, und ich hatte eben Lust mitzumachen. Also schrieb ich von nun an regelmäßig über die Berliner Kultur. Irgendwann gehörte die Fashion Week halbjährlich zum Terminkalender, und Mode wurde, ohne dass ich es je beabsichtigt hatte, zu einem meiner Schwerpunkte als Bloggerin und Journalistin. Was ich selber konsumierte oder wer die Dinge unter welchen Bedingungen herstellte, über die ich schrieb - darüber machte ich mir zu dieser Zeit nicht wirklich Gedanken. Bis zu diesem einen Tag.

Donnerstag, 12. Juli 2018

Digitaler Nachlass - schiebt es nicht auf die lange Bank!

Von Magdalena Köster


Das Netz merkt sich alles - Unser Nachlass in den Sozialen Netzwerken  /  Collagen: M. Köster


Heute hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass der Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk auf die Erben der ursprünglich Kontoberechtigten übergeht und diese einen Anspruch auf den Zugang zum Konto und allen Inhalten haben. Die genaue Begründung steht hier. Anlass dafür war die Klage einer Mutter, deren 15jährige Tochter ein Benutzerkonto bei Facebook hatte und unter ungeklärten Umständen im Berliner U-Bahn-Bereich ums Leben kam. Die Mutter besaß das Passwort, konnte aber nicht auf die Inhalte bei Facebook zurückgreifen, da das Unternehmen vom Tod der Nutzerin erfahren hatte und das Konto bereits in den so genannten "Gedenkzustand" versetzt hatte. Das Urteil des BGH, das ein anderes Urteil des Kammergerichts Berlin aufhebt, hat weitreichende Folgen und wird ganz sicher kontrovers diskutiert werden.

Dienstag, 26. Juni 2018

Heimspiel für Anfängerin – Begegnung mit Alexandra Sell

von Eva Hehemann


Hauptdarstellerin Ulrike Krumbiegel kommt im Film schnell wieder auf die Beine / Foto: Flare Film_Kolja Raschke

An schwül-heißen Tagen in Köln ist der Appetit auf Eis allzu verständlich, allerdings eher auf Speise-Eis als auf die steinharte Eisfläche einer Berliner Stadionhalle in dem Spielfilm „Die Anfängerin“. Wo junge und alte SportlerInnen in Mützen und Handschuhen blitzschnell oder vorsichtig langsam an der Bande entlang gleiten und mehr oder weniger halsbrecherische Pirouetten trainieren. Das immerhin angenehm temperierte Kino der Kunsthochschule für Medien, KHM Köln, zeigte aber eben diesen Film im Juni in seiner Reihe „Heimspiel“, die den Studierenden der Hochschule die Arbeit ehemaliger AbsolventInnen vorstellt. Und den wollte ich unbedingt sehen! Vor allem weil Alexandra Sell, die Macherin des Films, aus Berlin kommen würde, um ihn vorzustellen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Lob und Preis für junge Journalistinnen

Marlies-Hesse-Nachwuchspreis 2015: Jury und Preisträgerinnen mit der Stifterin des Preises
MHNP-Preisträgerin 2015 Juliane Schiemenz (2. v.l) neben der Stifterin des Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, umringt von der Jury und Katharina Pfannkuch (2.v.r), die eine lobende Erwähnung erhalten hatte. / Foto: Eva Hehemann

Mit einer Auszeichnung belohnt zu werden, das stachelt alle an. Zu Größerem, zum Weitermachen, zum Dranbleiben auch bei schwierigen Recherchen, zum Experimentieren mit journalistischen Darstellungsformen, zum Mundaufmachen und Forderungen stellen. Diese Ermutigung für junge Journalistinnen hatte Marlies Hesse im Sinn, als sie 2002 den nach ihr benannten Nachwuchspreis des Journalistinnenbund ins Leben rief. Wir haben die Stifterin gebeten, uns in einem Gastbeitrag hinter die Kulissen der Preisvergabe blicken zu lassen.