Donnerstag, 12. August 2010

Musikerinnen müssen Sexualität strategisch einsetzen

Über die sexistischen Bedingungen, unter denen Musikerinnen arbeiten, berichtet ein interessanter Artikel in der taz. So schreibt Autorin Sonja Eismann:
Zentrale Themen sind die immer wiederkehrende Infragestellung technischer Fähigkeiten, nervige Zusammenstöße mit männlichen Mitarbeitern, ökonomische Ungleichheiten, die schwierige Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und die Reduktion auf Äußerlichkeiten.
Dass Sexismus vor dem Musik-Geschäft nicht halt macht, welche wundert´s? (Traurig aber wahr.) Auffällig finde ich hier, dass weibliche Stars verstärkt ihr Sex-Appeal mit ihrer Musik mit verkaufen oder verkaufen müssen. Der Druck, unter dem Musikerinnen diesbezüglich stehen, drückt Gesprächspartnerin Cynthia G. Mason auch in dem Artikel aus. Und Kollegin Jessie vermutet gar, dass das seit den 60er, 70er Jahren zugenommen hat. Bleibt die - utopische ? - Hoffnung auf eine sexismusfreie Zukunft - auch in der Musik.

Kommentare:

Judith Rauch hat gesagt…

Gut, dass dazu mal eine Umfrage gemacht wurde. Das ist auch für KollegInnen hilfreich, die über MusikerInnen berichten.

Amy hat gesagt…

auch interessant zum sexismus i.d. musikbranche ist das thema frauenquote i.f. orchestern und die situation von frauen im kulturbetrieb.
besonders übel wurden musikerinnen bei den wiener philharmonikern behandelt, gemobbt, ausgegrenzt, beleidigt. und noch immer gilt, je höher das einkommen und ruf des orchesters, desto weniger frauen werden hier engagiert.

http://www.osborne-conant.org/dietrich.htm
http://www.osborne-conant.org/vpo-chronologie.htm
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/021/1702137.pdf

Christian hat gesagt…

Männliche Teeny-Stars oder Boygroupmitglieder sind auch nie schwul und immer single.