![]() |
| Gislinde Schwarz 1988 auf Hiddensee / Foto: Katja Worch |
"Wir haben unseren Alltag verloren, unseren Maßstab an die Dinge, unsere Identität." Das schreibt Gislinde Schwarz im Juni 1990. In den Monaten rund um den Mauerfall 1989 ist ihr Tagebuch Zeitzeuge des herbeigesehnten und dann doch überraschend schmerzhaften Übergangs von einem Staatssystem zum anderen. Die Journalistin, Redakteurin bei der Frauenzeitschrift FÜR DICH, erlebt den 9. November am Fernsehgerät, zuhause in Marzahn, während ihre zwei Kinder schlafen. Ihre Tagebuchaufzeichnungen druckte die EMMA im Oktober 1990 - mit Reflektionen der Autorin auf die soeben erlebte Zeitenwende. Wir veröffentlichen den Artikel anläßlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls hier noch einmal und mit freundlicher Genehmigung der EMMA-Redaktion.















