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Mittwoch, 13. November 2019

Abschied von der DDR

von Gastautorin Gislinde Schwarz

Gislinde Schwarz 1988 auf Hiddensee / Foto: Katja Worch

"Wir haben unseren Alltag verloren, unseren Maßstab an die Dinge, unsere Identität." Das schreibt Gislinde Schwarz im Juni 1990. In den Monaten rund um den Mauerfall 1989 ist ihr Tagebuch Zeitzeuge des herbeigesehnten und dann doch überraschend schmerzhaften Übergangs von einem Staatssystem zum anderen. Die Journalistin, Redakteurin bei der Frauenzeitschrift FÜR DICH, erlebt den 9. November am Fernsehgerät, zuhause in Marzahn, während ihre zwei Kinder schlafen. Ihre Tagebuchaufzeichnungen druckte die EMMA im Oktober 1990 - mit Reflektionen der Autorin auf die soeben erlebte Zeitenwende. Wir veröffentlichen den Artikel anläßlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls hier noch einmal und mit freundlicher Genehmigung der EMMA-Redaktion.


Mittwoch, 25. September 2019

Salonschnipsel: Starter-Kits von Terre des Femmes

von Luise Loges

"Die Aufklärerin" verspricht einen lehrreichen Lesenachmittag. / Foto: Terre des Femmes

Hin und wieder braucht eine gute Sache Unterstützung - die Mission von Terre des Femmes (TdF) etwa ist eine, der wir uns von Herzen verschreiben können: Menschenrechte für die Frau durchsetzen, ohne Wenn und Aber, weltweit. Noch schöner ist es, wenn die Unterstützende für ihr Geld Unterstützung zurückbekommt, sei es in Form von Lesematerial, Demo-Equipment, fairem Kaffee oder dem Vorführrecht für einen feministischen Heimkinoabend.

Mittwoch, 4. September 2019

Petting statt Pershing - Kinodebüt Petra Lüschow

von Christine Olderdissen

Yeah, Ursula (Anna Hornstein) befreit sich. / Foto: Jutta Pohlmann - Kordes & Kordes Film

Ich wollte das Wiedersehen, die Konfrontation mit meinem 17jährigen Ich. Erwartungsfroh habe ich mich mit einem Nogger Choc in den Kinosessel fallen lassen. (Ähem, für die Jüngeren: Nogger Choc war ein kultiges Eis, damals, Jahrzehnte vor Magnum. Jetzt gibt es das Schokoeis mit Schoko-Kern wieder.) Bingo. Volltreffer: „Petting statt Pershing“. Diese lähmende Atmosphäre der leeren Landschaft, die schlecht sitzenden Frisuren der Jungs, die Makramee-Deko an der Flurwand (für die Jüngeren: dekorative Verknüpfungstechnik für Wollreste, meist verstaubt und heute aus der Mode). So, genau so, war es. Nur als „lustigste Komödie des Jahres“ würde ich „Petting statt Pershing“ nicht bezeichnen.

Montag, 12. März 2018

Bitte weiter so! Presseschau zum Internationalen Frauentag 2018

von Luise Loges, Magdalena Köster und Christine Olderdissen
Bitte nicht nur Blumen zum Weltfrauentag! / Karikatur von Agnes Avagyan CC BY SA 4.0 international


Der 8. März 2018: Ein Jahrhundert nachdem sich Frauen in Deutschland das Wahlrecht erkämpft haben - und immer noch keine Lohngerechtigkeit, keine Gleichbehandlung im Beruf und Privatleben, weder in Deutschland, noch im Rest der Welt. Die Salonistas und jb-Kolleginnen hatten natürlich Augen und Ohren offen, und präsentieren hier Highlights in der Berichterstattung aus Print, TV, Radio und Social Media.

Samstag, 15. April 2017

Meinungsbild – Zutritt nur mit Gesinnungsausweis

von Eva Hehemann


Foto: Eva Hehemann


Eigentlich steht Köln ja für Kunst, aber zur Zeit geht es hier fast nur noch um politische Gesinnung. Die Fronten sind klar: die eigene Meinung ist richtig, die der anderen falsch.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Meinungsbild – Vielfalt über alles

von Eva Hehemann



Foto: Eva Hehemann


Das Bild zeigt einige Bestseller, präsentiert in der Mayersche Buchhandlung am Neumarkt in Köln im Januar 2017. Die Vielfalt der Themen und dass diese Bücher alle eine solche Menge Leser finden, dass sie als Bestseller gelten können, erfüllt mich mit Zuversicht für die Zukunft unserer Demokratie.

Dienstag, 31. Januar 2017

Unerkannte Heldinnen. Ausgerechnet Mathe. Eine Filmkritik.

von Christine Olderdissen


Taraji P. Hudson spielt das Rechengenie Katherine Johnson    / Foto: 20th Century Fox

Mathe ist nichts für Mädchen – dieser idiotische Merksatz wird noch immer von Generation zu Generation weitergegeben. Jetzt kommt mit „Unerkannte Heldinnen“ ein Film ins Kino, der uns mit einem Paukenschlag um die Ohren haut, was bisher niemand wusste: nur den Rechenkünsten von Frauen ist die Mondlandung zu verdanken. Eine historische Tatsache, die längst in den Geschichtsbüchern gefeiert werden müsste. Publikumswirksam liefert Hollywoods Traummaschine mit „Hidden Figures“ die nötige Nachhilfe.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Unsere Besten 2016 - feministisch-publizistische Perlen

Tag für Tag lassen wir im Watch-Salon unseren feministischen Blick über Publikationen aller Art schweifen - und sammeln, was uns gut gefällt. Zum Jahresende präsentieren wir unsere feministisch-publizistischen Perlen, die auch zeigen, wie unterschiedlich wir sind. So gehen unsere Empfehlungen von Madonna und der Monogolei zu weiblicher Lust und wandernden Freigeistern, aufmüpfigen Inderinnen auf Facebook, von political correctness zu just joking und überhaupt zu der Hoffnung auf mehr Schmalbart in der Welt. 


Vorhang auf für unsere Besten 2016!



Die mutige Prinzessin Taliha   / Foto: Hackney Empire

Freitag, 27. Mai 2016

Salon-Schnipsel: Die Sextipps der verständnisvollen Dr. Alyaa

Salon-Schnipsel, der: Kleine Empfehlung der Salonistas, in unregelmäßigen Abständen hier im Watch-Salon zu finden. Zum Sehen, Hören, Freuen.

Fundsache: Die Sex- und Lebenstipps der Dr. Alyaa Gad. Die aus Ägypten stammende Ärztin beantwortet jungen Menschen in der arabischen Welt Fragen, die sie sich sonst nicht zu stellen trauen:


Montag, 18. April 2016

Salon-Schnipsel: Die Liebesbombe von #hugabrit

Salon-Schnipsel, der: Kleine Empfehlung der Salonistas, in unregelmäßigen Abständen hier im Watch-Salon zu finden. Zum Sehen, Hören, Freuen.

Christine Ullman umarmt den Musiker Jarvis Cocker. Foto: #hugabrit



Fundsache: #hugabrit @pleasedontgouk. Eine junge Frau umarmt die Büste von Virginia Woolf, zwei junge Frauen knuddeln sich, ein älterer Herr hat den Arm um eine ältere Dame gelegt, drei Teenager lachen und umarmen sich. Die in Großbritannien lebenden Deutschen Katrin Lock und Christine Ullmann und die Österreicherin Tessa Szyszkowitz haben den hashtag #hugabrit, den Twitter-Account @pleasedontgouk und die Webseite pleasedontgouk.com in die Welt gesetzt. Die Idee: Wir sollen alle einen Briten oder eine Britin umarmen, das Foto posten und damit zeigen, dass wir sie in der EU halten wollen.

Mittwoch, 23. März 2016

Salon-Schnipsel: Ku'damm 56 - Wie Mad Men, nur besser

Salon-Schnipsel, der: Kleine Empfehlung der Salonistas, in unregelmäßigen Abständen hier im Watch-Salon zu finden. Zum Sehen, Hören, Freuen.

Vier-Frauen-Familie: Eva (Emilia Schüle), Monika (Sonja Gerhardt), Mutter Caterina (Claudia Michelsen) und Helga  (Maria Ehrlich)
v. l. n. r.  Copyright: ZDF / Stefan Erhard

Fundsache: Ku'damm 56. Caterina Schöllack, Leiterin der Tanzschule Galant am Berliner Kurfürstendamm wünscht sich eigentlich nichts anderes, als ihre drei Töchter gut zu verheiraten. Besonders Monika, die Jüngste, macht es ihr dabei schwer, zumal sie nicht zur Hauswirtschaft taugt.

Mittwoch, 13. Januar 2016

16 für 2016 - Frauen, auf die wir uns freuen

von Angelika Knop

Kluge Köpfe und weibliche Ansichten wollen wir zu Gesicht bekommen, nicht nur auf Plakaten.
Foto: Angelika Knop

Wir erwarten mehr im neuen Jahr. Genauer gesagt: mehr Frauen - sichtbar in Medien, auf Podien, in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Und wir hätten da auch schon ein paar Vorschläge. 16 Frauen, von denen wir gerne mehr hören, sehen oder lesen wollen. Einige unserer Favoritinnen stehen 2016 schon mit neuen Projekten in den Startlöchern - andere sollten gerne häufiger oder von besseren Positionen aus ins Rennen gehen. Und dann - so hoffen wir - andere nachziehen. Damit es immer mehr werden ...

Montag, 9. Juni 2014

Schlaue Spielfiguren: Lego lässt jetzt Frauen forschen

von Angelika Knop



Wenn Lea und Rabea demnächst mit Albertine Legostein spielen, legen sie sicher den Grundstein für eine Wissenschaftskarriere, an der sie dann ebenso zielstrebig bauen. Nein, leider ist die Welt kein Legoland und so einfach wird es wohl nicht funktionieren. Dennoch haben die dänischen Spielzeug-Hersteller jetzt bei mir wieder einen Stein im Brett, denn sie bringen ein dreiteiliges Mini-Figuren-Set mit Wissenschaftlerinnen heraus: eine Paläontologin, eine Astronomin und eine Chemikerin. Patente Frauen mit Dinosaurierskelett, Fernrohr und Reagenzglas. Damit kriegen die Klötzchen-MacherInnen elegant die Kurve aus der Klischee-Falle.

Montag, 31. März 2014

Beim Barte des Propheten!

von Judith Rauch
Bild: Pixabay
Mittagspause am Montag: Ich sitze im Stadtbus und blättere im aktuellen Spiegel. Als Erstes fällt mir - schon wegen der Dicke des Kartons - die Reklame für C&A-Herrenmode auf. Darin lauter Männer mit ziemlich dicken Bärten. Einigermaßen glattrasiert unter den Models sind nur ein schlanker Schwarzer (Typ Ballettänzer) und ein hellhäutiger Knabe im Alter zwischen Konfirmationsanzug und Abitur. Alle anderen - vom langhaarigen Studenten bis zum arrivierten Greis - tragen Vollbart. Ist das "die neue Lust am Bart", die Emma für eines der nächsten Hefte angekündigt hat?

Freitag, 24. Mai 2013

Schuhe und Malariagefahr

Foto: Silke Schneider-Flaig
Mittlerweile werden Schuhe zunehmend zweckentfremdet. Insbesondere arabische Männernutzen sie verstärkt als Wurfgeschoss zwecks nonverbaler Missachtung. Neuerdings beschäftigen sich aber auch Malaria-Forscher mit diesem Thema. In einem Selbstversuch kam eine Niederländerin zu dem Ergebnis, dass Käsefußgeruch das zentrale Nervensystem der Mücken manipuliert und gezielt auf den Weg zur Beute (Blut) fuhrt.

Sonntag, 18. November 2012

Männliche Meinungsfreiheit bei ARD und ZDF

von Angelika Knop

http://www.ardzdfundsie.de
Lag es am Fußballer Uli Hoeneß oder mussten sie mit Tim Bendzko noch "148 Mails checken"? Auf jeden Fall haben sich die MacherInnen dieser ARD- und ZDF-Kampagne ein Eigentor geleistet, das ihnen hoffentlich den Beschwerde-Postkasten überquellen lässt:
"Wir brauchen Medien, die verlässlich für Vielfalt und Qualität stehen. 
Dank Ihres Rundfunkbeitrags."
Nicht blöd der Spruch, blöd nur, dass es bei der Kampagne selbst mit Vielfalt nicht weit her ist - sondern die Welt mal wieder konsequent männlich gesehen wird - mit vier Herren in den Printmotiven und einem heiteren Quiz, bei dem 29 Personen mit y-Chromosom zu erraten sind. Das lässt nun uns rätseln: Welche Beweggründe stecken hinter dieser einseitigen Aktion?

Samstag, 25. August 2012

Ei, Ei, Ei

Foto: privat
"Spannung, Spiel und Schokolade" war gestern. Zumindest für die eine Hälfte der Kinder, die Mädchen. Ferrero, Hersteller der "Überraschungseier", hat eine rosa Kollektion "nur für Mädchen" herausgebracht. "Zielgruppenspezifischer" soll das Ü-Ei sein und "mädchengerecht" - denn in der rosa Verpackung finden die kleinen Kundinnen das, was sie aus Sicht von Ferrero besonders anspricht: Magersüchtige Feenfigürchen in Hotpants. "Spannung, Spiel und Sexismus" findet nicht nur die TAZ.

Samstag, 7. Juli 2012

Fünfzig Mal Mund auf in der Schweiz

Neuerscheinung von Geraldine Friedrich 2012 Foto: Silke Schneider-Flaig
Die Schweiz ist weltweit nicht nur für (steuer-)rechtliche Sonderregelungen und Skigebiete bekannt. Das beliebte Urlaubsland wird auch für seine kulinarischen Köstlichkeiten geschätzt. Rösti, Züricher Geschnetzeltes oder Schweizer Wurstsalat steht auf vielen deutschen Speisekarten. Aber bei Capuns, Schabziger oder Tomme Vaudoise wird es schon komplizierter. Spätestens bei Cholera wirken viele Reisende ratlos.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Sonia Mikichs Klinik-Albtraum

Unsere Kollegin, die Fernseh-Journalistin Sonia Mikich, berichtet in der FAZ über ihre Erfahrungen in einem deutschen Krankenhaus. Gerade, weil wir Mikich seit Jahren als taffe, nachfragende Moderatorin kennen, wiegt ihre erschreckende Geschichte umso mehr. Denn diese Frage stellt sich beim Lesen schnell: wie mag es erst den weniger eloquenten PatientInnen in den Kliniken gehen?

Donnerstag, 8. März 2012

Mist gebaut!

von Angelika Knop

Emder Zeitung

Es ist ja nicht ganz einfach, Anreißer zu texten. Bei den KollegInnen von der Emder Zeitung ging es gestern aber gründlich in die Hose. Jetzt lacht Facebook und wir lachen mit. Und hoffen, dass uns niemand so schnell dabei erwischt, dass wir ins Klo greifen. Seitdem es Soziale Netzwerke gibt, darf man einfach keinen Scheiß mehr bauen - egal ob Mann oder Frau.