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Mittwoch, 3. März 2021

Abschiedspost #4: Alle redeten davon, radioeins tat es: Hundert Prozent Frauen am Mikrofon

von Christine Olderdissen

Blick zurück: Wenn dann richtig Frauen, Frauen, Frauen bei radioeins / Foto: Screenshot rbb

Für meinen Blick zurück habe ich einen meiner ersten Blogposts für den Watch-Salon ausgewählt. Ziemlich genau vor acht Jahren kommentierte ich begeistert die fulminante Aktion von radioeins: 100 Prozent Quote - und manN hört zu. In der Woche vor dem Internationalen Frauentag am 8. März 2013 waren in dem rbb-Sender ausschließlich Frauen als Radiomacherinnen zu hören – und Frauenstimmen in allen Musikstücken. Im Watch-Salon stellte ich damals die Frage:

„Was bleibt nach der 100-Prozent-Aktion hängen? Werden mehr Frauen prominente Moderationsplätze erhalten? Werden bald mehr Frauen in den Führungsetagen des rbb und in anderen Sendern die Strippen ziehen?“

Dienstag, 22. Dezember 2020

Statt Geschenke – Spenden für feministische Medienkonzepte und weiblichen Qualitätsjournalismus

von Luise Loges

Mehr Gold und Glitzer für Frauenmedienprojekte / Foto: Danil Aksenov/unsplash.com

Die vierte Kerze brennt, die Feiertage stehen vor der Tür. Bald ist das Jahr vorbei. Endlich, werden jetzt einige denken. Für viele von uns, besonders die freien Journalist*innen, Künstler*innen und andere Medienschaffende, war das Jahr 2020 ein hartes – nicht nur durch Verdienstausfälle und Existenzangst. Auch Sorge um ältere Angehörige und ein erhöhtes Maß an Care-Arbeit belasteten in der Pandemie besonders Frauen.

Wir hoffen, dass unsere Leser*innenschaft nun zu Weihnachten die Chance hat, zur Ruhe zu kommen und ein frohes Fest zu erleben. Und vielleicht hat die eine oder der andere ja sogar ein wenig mehr Geld übrig als sonst am Jahresende – etwa weil Urlaubspläne ins Wasser gefallen sind oder, weil die Vorweihnachtszeit einmal nicht beim Geschenkekauf in der überfüllten Innenstadt verbracht wurde. 

Freitag, 29. Mai 2020

Von Fledermäusen und Falschnachrichten. Journalistinnen zur Corona-Krise


Ob Print, Audio oder Video - jede Menge interessante Beiträge von Kolleginnen zur Pandemie / Foto: Stadlmayer

Das Wort „Corona“ können wir eigentlich nicht mehr hören. Und dann erregen doch wieder spannende Berichte von Kolleginnen unser Interesse: Darüber, was die Pandemie so anrichtet, wie andere Ländern damit umgehen. Welche Auswirkungen sie auf Frauen hat, auf die Familien. Deshalb hatten wir im Forum des Journalistinnenbundes dazu aufgerufen, uns gelungene Berichte und Reportagen zu Sars-CoV-2 und den Folgen zu nennen. Artikel, Radiobeiträge und Videos von Journalistinnen - für den weiblichen Blick auf die Krise. Wir finden, dass gerade folgende Kolleginnen einen besonders guten Job machen:

Dienstag, 26. Mai 2020

Filme, die die Seele knacken - Frauen, die sich stark machen

von Angelika Knop

"Oma, du entschwindest mir" - in "Walchensee forever" hält Janna Ji Wonders (rechts) ihre Familiengeschichte fest
Foto: Walchensee forever DOK.fest München

Frauen führen ein Café am Walchensee, eine Segelyacht durch die Weltmeere, den Kampf gegen das Vergessen, ein Leben mit Höhen und Tiefen - und natürlich Regie. Und das Publikum sieht begeistert zu, wenn sie all das tun. Das DOK.fest München, das am Sonntag zu Ende ging, hat in seiner ersten Online-Edition mit 75.000 Filmabrufen nicht nur Rekord-Besuchszahlen verzeichnet, sondern auch gezeigt, wie spannend, vielfältig, schöpferisch und erfolgreich Frauen miteinander agieren. So landeten beim "kinokino Publikumspreis" Filme mit mehreren weiblichen Protagonistinnen auf den ersten drei Plätzen - alle ohne männliche Hauptrolle.

Dienstag, 12. Mai 2020

Stimme der Pressefreiheit in Mexiko - der Dokumentarfilm "Silence Radio" über die Journalistin Carmen Aristegui

Carmen Aristegui: "Optimismus ist fast eine moralische Pflicht" / Foto: Silence Radio DOK.fest München

"Pass auf dich auf! Wir brauchen dich!" Das ruft eine Hörerin der Radiomoderatorin Carmen Aristegui bei einer Versammlung zu. Und es ist keine Floskel, sondern ein ganz ernst gemeinter Wunsch. Die Journalistin hat gerade eine Rede für einen Kollegen gehalten. Auf der Straße, wo ihn die tödlichen Schüsse trafen. Mehr als 100 Journalist*innen haben in den vergangenen Jahren in Mexiko ihre Recherchen mit dem Tod bezahlt. Carmen Aristegui lässt sich davon nicht einschüchtern, deckt weiter Korruptionsskandale und Verbrechen auf - und verliert zwar nicht ihr Leben, aber ihren Job. Trotz traumhafter Einschaltquoten und großer Beliebtheit will sie kein Sender mehr einstellen. Da gründet sie ihren eigenen im Internet: Aristegui Noticias.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Von der Euphorie des Daseins - das DOK.fest München zeigt Filme @Home

von Angelika Knop

Emese Cuhorka und Éva Fahidi tanzen in "The Euphoria of Being" / Foto: DOK.fest München

Als Mädchen, so erzählt Éva Fahidi, hat sie im Schlafzimmer ihrer Eltern nackt vor dem Spiegel getanzt. "Wie soll man denn sonst tanzen?", fragt sie lächelnd. Professionelle Tänzerin war sie nie, aber sie zögert nicht lange, als die Choreographin Réka Szabó sie "in Versuchung führt", sich einen Traum zu erfüllen: "Ich habe 90 Jahre darauf gewartet, endlich auf der Bühne zu stehen." Doch die Proben sind schmerzhaft. Nicht nur, weil sie Angst hat, sich die Rippen zu brechen, sondern weil die Performance Évas Lebengeschichte zeigt. Die Geschichte einer ungarischen Jüdin, die Auschwitz-Birkenau überlebt hat. "The Euphoria of Being" ist der Eröffnungsfilm des DOK.fest München, das heute Abend im Deutschen Theater startet - natürlich ohne Publikum im Saal.

Freitag, 6. März 2020

Equalista, baby!

von Gastautorin Ann-Kathrin Canjé


Auf der Suche nach Geld für ihre Gleichberechtigungs-App:  Theresa Kauffeld und Louisa Wiethold stellen Equalista bei der FemGems Live Show* vor, Februar 2020 / Foto: Equalista GmbH

Spielerisch lernen, was Gleichberechtigung wirklich bedeutet: Das wollen die Gründerinnen der App Equalista, Theresa Kauffeld und Louisa Wiethold, möglich machen. Die Schwestern, 32 und 26 Jahre alt, stammen aus Eutin, haben beide ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert und sich für ihr Herzensprojekt selbstständig gemacht. Zum Internationalen Frauentag 2020 starten sie dafür ihr Crowdfunding.

Ann-Kathrin Canjé hat mit ihnen über die Beweggründe zur App und die Idee dahinter gesprochen.


Montag, 17. Februar 2020

Der weibliche Blick auf den Film und die Frauen: Art+Feminism-Edit-a-thon bei der Berlinale 2020

von Gastautorin Ina Krauß

Noch fehlt ihr Name in der Wikipedia: Kamera-Talent Nadja Krüger beim Dreh von Amygdala.
Foto: Schuldenberg/Berlinale - Berlin Talents 2020

Die Oscars 2020 sind vergeben. Und das Bedauerliche daran: Es war mal wieder eine vergebene Chance, mehr Filmfrauen, ihre Arbeit vor, in und hinter den Kulissen zu würdigen. Schauen wir also gespannt nach vorn: auf die Berlinale 2020. Weil Ärgern oder Erbsen zählen inzwischen etwas ermüdend ist, haben sich jb-Kollegin Elke Koepping, Art+Feminism-Veranstalterin Daniela Brugger aus der Schweiz und WomenEdit-Mitstreiterin Sandra Becker zusammen mit engagierten Frauen aus der Wikipedia-Community ein tolles Projekt ausgedacht: Den Art+Feminism-Edit-a-thon.

Mittwoch, 27. November 2019

Salonschnipsel: "Zeit der Geheimnisse" - Nordseeweihnacht, Familiengeschichte, Frauenschicksale

von Angelika Knop

Sonja (Christiane Paul) und ihre Töchter Vivi (Svenja Jung) und Lara (Leonie Benesch) / Foto: Nik Konietzny/Netflix
Der gute alte TV-Mehrteiler an Weihnachten ist zurück - nur neu verpackt auf Netflix, als dreiteilige Mini-Serie. "Zeit der Geheimnisse" zeigt, wie sich die Frauen einer Familie - von der Urgroßmutter bis zu den Enkelinnen - lieben, aneinander leiden und alles dadurch schlimmer machen, indem sie sich nicht die Wahrheit sagen. Männer spielen mit, aber im Drehbuch eine Nebenrolle. Und beim Binge-Watching ist es wie mit dem Weihnachtsessen - sehr lecker, aber vielleicht hätte es doch etwas weniger sein können.

Mittwoch, 20. November 2019

Bernadette - im Brombeergestrüpp verheddert. Eine Filmkritik

von Christine Olderdissen 

Paddeltour im ewigen Eis: Cate Blanchett als Bernadette / Foto: Universum Film

Das Beste in diesem Film passiert am Anfang und am Ende. Dann, wenn Cate Blanchett in der Rolle der Bernadette in einem Kajak durch die beeindruckende Eislandschaft der Antarktis paddelt. Die Formationen aus strahlend weißem, tauendem Gletschereis sind so ungewöhnlich wie das Gebäude, für das Bernadette in jungen Jahren als angehende Stararchitektin gefeiert worden ist. Der Film zieht allerdings keine Verbindung zum architektonischen Wagnis, sondern benutzt den spektakulären Drehort als Kulisse für die dramaturgisch notwendige Zuspitzung dieses lahmen Filmes von Richard Linklater. So what.


Mittwoch, 30. Oktober 2019

Ausgezeichnet! Courage-Preis für die Fotokünstlerin Patricia Morosan

Fünf Fragen von Eva Hehemann


Preisgekrönt: Patricia Morosan erhielt zusammen mit Christine Holch für diesen Bericht in der chrismon
den Couragepreis des Journalistinnenbundes 2019


Eine der erfreulichsten Aufgaben einer Jury ist es, nach getaner Arbeit den auserkorenen Gewinnerinnen von ihrem Preis zu berichten. 2019 fiel es mir zu, Patricia Morosan telefonisch mitzuteilen, dass sie für ihre Fotografien zu einem chrismon-Artikel zusammen mit der Autorin Christine Holch den Courage-Preis erhalten sollte. Die Freude war groß, auch bei mir, denn als Fotografin finde ich es natürlich immer ermutigend, wenn Kolleginnen ausgezeichnet werden. Wir leben in einer Welt der Bilder, hunderte Fotografien überfluten uns alltäglich, die meisten hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Aber Patricia Morosans Arbeiten sind von besonderer Qualität. Wie eindrücklich sie die Protagonistinnen des Artikels portraitiert hatte – man sollte die beiden als Kinder schwer sexuell missbrauchten Frauen nicht erkennen können –, hatte unsere Jury sehr berührt.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Bonnie & Bonnie - eine berührende Love-Story

von Tina Stadlmayer

Kiki und Yara fühlen sich wie Bonnie & Clyde und filmen sich dabei. / Foto: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Es macht Spaß, Kiki und Yara dabei zuzuschauen, wie sie durch Hamburg toben und die Hansestadt aufmischen, wie Kiki mit ihrer schnoddrigen Art den Machos in ihrer Umgebung Kontra gibt. Regisseur Ali Hakim ist selbst in Hamburg-Wilhelmsburg aufgewachsen. Das merkt man seinem Film an, denn er beschreibt die dortige Jugendszene sehr authentisch.


Mittwoch, 25. September 2019

Salonschnipsel: Starter-Kits von Terre des Femmes

von Luise Loges

"Die Aufklärerin" verspricht einen lehrreichen Lesenachmittag. / Foto: Terre des Femmes

Hin und wieder braucht eine gute Sache Unterstützung - die Mission von Terre des Femmes (TdF) etwa ist eine, der wir uns von Herzen verschreiben können: Menschenrechte für die Frau durchsetzen, ohne Wenn und Aber, weltweit. Noch schöner ist es, wenn die Unterstützende für ihr Geld Unterstützung zurückbekommt, sei es in Form von Lesematerial, Demo-Equipment, fairem Kaffee oder dem Vorführrecht für einen feministischen Heimkinoabend.

Mittwoch, 26. Juni 2019

"Ausgeblendet" - Geschlechterungerechtigkeit in Film- und Fernsehen

von Angelika Knop

Ausschnitt aus dem Buchcover, Herbert von Halem Verlag 

Das Frauenbild, das wir auf Bildschirmen und Leinwänden serviert bekommen, hat nichts mit der Realität zu tun. Zumindest nicht in Summe. Frauen sind dort zu wenig, zu dünn und zu jung. Das ist nicht nur die gefühlte Wahrheit einer feministischen Zuschauer*in, sondern Forschungsergebnis - mitfinanziert von den Kritisierten: Sendern und Filmförderung. Die Medienwissenschaftlerinnen Elizabeth Prommer und Christine Linke legen das jetzt in "Ausgeblendet" dar.


Mittwoch, 5. Juni 2019

Kampf um Freiheit, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit - Dokumentarfilme über Mädchen und Frauen

von Angelika Knop

"A Thousand Girls Like Me" / Foto: DOK.fest München
"Gab es da einen Frauenschwerpunkt?", fragte mich eine Freundin, als ich ihr über die Filme erzählte, die ich auf dem DOK.fest in München im Mai gesehen hatte. Nein, ich hatte mir den Schwerpunkt selber gesucht - eher unbewusst, weil es die Schicksale und Geschichten waren, die mich besonders interessierten. Aber das Angebot war eben auch da: Dokumentarfilme über Mädchen und Frauen, die um Gleichberechtigung kämpfen - ihre eigene oder die anderer. Um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, das eigene Leben und gegen Vorurteile. Und sie waren alle von Frauen gemacht. Die Frage meiner Freundin hat mich dazu veranlasst, noch einmal meine persönliche Auswahl hier im Blog zusammenzustellen, auch wenn das Festival schon mehr als ein paar Tage her ist. Das nächste kommt bestimmt irgendwo - oder die DVD oder das Streaming. Es lohnt sich, danach Ausschau zu halten!

Mittwoch, 29. Mai 2019

Europa-Wahl 2019 #7. Astrid Corall: "Die Rechtspopulisten werden nicht viel bewirken können"

von Tina Stadlmayer

Vor der Europawahl fragten wir Kolleginnen nach einer Einschätzung. Kurz nach der Wahl habe ich mit Astrid Corall, Hörfunk-Korrespondentin im WDR/NDR-Studio Brüssel, über ihre Eindrücke gesprochen.

Journalistin Astrid Corall will "eine verständliche Sprache sprechen und die Kompliziertheit der Dinge auflösen."
Foto: privat


Bei der Wahl am vergangenen Wochenende erlitten Konservative und Sozialdemokraten europaweit empfindliche Stimmenverluste. Grüne, Liberale, Rechtsextreme und Rechtspopulisten schnitten dagegen gut ab. Radiojournalistin Astrid Corall berichtete in den vergangenen Tagen rund um die Uhr über das Wahlergebnis und seine Auswirkungen auf die Zukunft.

Freitag, 19. April 2019

Serien für die Feministin #4

Shelly Pfefferman (Judith Light) ist eine der dramatischsten Figuren bei Transparent./ Foto: Prime Video

Was sind Eure Lieblings-Serien? Das haben wir die Kolleginnen im Journalistinnenbund gefragt. Die Antworten waren durchaus überraschend. Wir haben daraus zwei Jahre nach dem ersten Artikel im Watch-Salon über "TV-Serien für die Feministin" eine neue, dieses Mal vierteilige Staffel von "TV-Serien für die Feministin" entwickelt. Auch 2019 empfehlen wir wieder Produktionen mit überzeugenden weiblichen Hauptfiguren. Damit wir Episode für Episode genießen können, ohne uns über sexistische Klischees zu ärgern.

jb-Serien-Staffel #4: Transparent | Orange is the New Black | Queer Eye



Mittwoch, 17. April 2019

Serien für die Feministin #3

Sonequa Martin-Green, hier mit Co-Star Jason Isaacs, spielt die ungewöhnliche Protagonistin von Star Trek: Discovery, Michael Burnham. / Foto: vagueonthehow (via flickr.com)  CC-BY 2.0 

Was sind Eure Lieblings-Serien? Das haben wir die Kolleginnen im Journalistinnenbund gefragt. Die Antworten waren durchaus überraschend. Wir haben daraus zwei Jahre nach dem ersten Artikel im Watch-Salon über "TV-Serien für die Feministin" eine neue, dieses Mal vierteilige Staffel von "TV-Serien für die Feministin" entwickelt. Auch 2019 empfehlen wir wieder Produktionen mit überzeugenden weiblichen Hauptfiguren. Damit wir Episode für Episode genießen können, ohne uns über sexistische Klischees zu ärgern.

jb-Serien-Staffel #3: Star Trek: Discovery 1 und 2

 

Mittwoch, 10. April 2019

Serien für die Feministin #1

Phoebe Waller-Bridge stolpert als "Fleabag" von einem Desaster zum nächsten. / Foto: Prime Video


Was sind Eure Lieblings-Serien? Das haben wir die Kolleginnen im Journalistinnenbund gefragt. Die Antworten waren durchaus überraschend. Wir haben daraus zwei Jahre nach dem ersten Artikel im Watch-Salon über "TV-Serien für die Feministin" eine neue, dieses Mal vierteilige Staffel von "TV-Serien für die Feministin" entwickelt. Auch 2019 empfehlen wir wieder Produktionen mit überzeugenden weiblichen Hauptfiguren. Damit wir Episode für Episode genießen können, ohne uns über sexistische Klischees zu ärgern.

jb-Serien-Staffel #1: Fleabag, Killing Eve, Sex Education und Druck


Mittwoch, 6. März 2019

Die Berufung - Felicity Jones kämpft im Kinofilm als Ruth Bader Ginsburg für Gleichberechtigung

von Angelika Knop

Film und Diskussion - Preview von "Die Berufung" mit Frauennetzwerken in München / Foto: A. Knop

Dunkle Anzüge, weiße Kragen, kurze Haarschnitte so weit das Auge reicht. Junge, weiße Männer strömen zum Vorlesungsbeginn in die ehrwürdigen Hallen der Juristischen Fakultät in Harvard. Mittendrin Ruth Bader-Ginsburg - eine von neun Frauen unter rund 500 Erstsemestern. Mit dieser Szene aus dem Jahr 1956 beginnt der Film "Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit". Bei der Preview im Februar 2019 im Rahmen der Jüdischen Filmtage in München ist es umgekehrt: Hunderte Frauen, darunter ein paar Männer, strömen in das mehr als 100 Jahre alte "Filmtheater Sendlinger Tor". Sie wollen sehen, wie Hollywood einer Ikone der Gleichberechtigung ein Denkmal setzt.