Donnerstag, 8. März 2012

Platz im Aufsichtsrat und der Chefredaktion


Suffragetten-Parade, New York, 1912
Foto: American Memory, loc.gov
„Das Huhn weiß, dass der Tag anbricht, lässt aber den Hahn krähen“ (Sprichwort aus Ghana). Sehr selbstbewusst, aber um weiter zu kommen, war es doch nötig, für mehr Recht und Macht auf die Straße zu gehen. Für ihr Wahlrecht demonstrierten vor genau hundert Jahren Frauen ganz in weiß in New York oder mit wilden Hüten in Berlin - (gutes Dossier dazu hier).

In diesem Jahr geht es ganz konkret um die Quote in Aufsichtsräten und in den Medien. Ganz nach dem Motto von Käte Ahlmann, der ersten Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Unternehmerinnen, 1962:
„Ob Männer in der Straßenbahn aufstehen oder nicht,
ist im Grunde belanglos. Viel wichtiger ist, dass sie uns im Aufsichtsrat (...in der Chefredaktion...) Platz machen.“
Und ich gehe jetzt die TAZ kaufen, die sich in ihrer heutigen Sonderausgabe dem Thema "Unterwerfung" widmet.

Kommentare:

Silke Schneider-Flaig hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Silke Schneider-Flaig hat gesagt…

Heute ist Internationaler Frauentag.

"Wir brauchen den Internationalen Frauentag, um auf unsere Lage aufmerksam zu machen", sagt Milica Topalovic, Betriebsrätin bei Schlecker in Stuttgart. Sie hat recht.

Wir brauchen ihn aber auch, um auf die Situtation in der Medienlandschaft in Deutschland aufmerksam zu machen. 2011 gab es 131 Chefredakteure und nur fünf Chefredakteurinnen. Ilse Stein (Göttinger Tageblatt), Ines Pohl (taz), Isabell Funk (Trierischer Volksfreund), Julia Niemeyer (Deister- u. Weserzeitung) und Ulrike Trampus! Aber das wollen männliche Führungskräfte im Medienbereich meist nicht hören...