Montag, 8. Juli 2013

Marion Bartoli gewinnt ein Match und erntet Sexismus

Screenshot Twitter 6. Juli 2013

"Ich frage mich, ob ihr Vater, der ja offensichtlich die einflussreichste Person in ihrem Leben gewesen ist, zu ihr gesagt hat, als sie 12, 13, 14 Jahre alt war - 'Hör zu, du wirst nie eine Schönheit sein. Du wirst keine Scharapowa, du wirst nie 1,80 groß sein, du wirst nie lange Beine haben, also musst du das kompensieren."

Man mag es kaum glauben, aber hier geht es um den Wimbledon-Sieg Marion Bartolis.

Diesen unsäglichen Mist hat ein Moderator des britischen Radiosenders BBC Radio 5, John Inverdale, von sich gegeben, als Bartoli letzte Woche gegen die Deutsche Sabine Lisicki gewann. Nach einem gewaltigen Shitstorm im Netz musste er sich dafür entschuldigen. Verstanden hat er die Aufregung sicher nicht.

Dennoch ist sein Blick auf Frauen nichts gegenüber dem, was andere Männer in Foren und auf Twitter zu Bartoli absonderten:
so eine hässliche Hexe soll nicht gewinnen + die mit dem öligen Gesicht + fettes, hässliches schwitzendes Schwein + fette, hässliche Schlampe + abscheuliche, dreckige Hexe + die hat fette dreckige Nippel + fette Lesbe + ein Klumpen Scheiße + man könnte sie für nen Mann halten + checkt mal, ob sie nen Penis hat .....
Es sind hunderte, eher tausende solcher Äußerungen, die die amerikanische Seite Public Shaming zusammengetragen hat.

Anregungen, Meinungen, Kritik

Wir freuen uns über Kommentare.
Sie sollten aber fair sein. Beleidigungen haben bei uns keinen Platz.
Da die Kommentare erst geprüft werden, kann es mit der Veröffentlichung einen Moment dauern.