Mittwoch, 26. November 2008

Globale Medienfront

"Globale islamische Medienfront" (GIMF) - so nannte sich ein Grüppchen von rund acht jungen Männern, die gestern von der Polizei heimgesucht und teils auch festgenommen wurden. Sie hatten Videos von Al Kaida und anderen Terror-Organisationen auf deutschen Webseiten ins Netz gestellt, stellten also so etwas wie einen islamistischen Medien-Watch-Blog dar.

"Globale islamische Medienfront" - auf so etwas Großspuriges können nur Männer kommen. Probieren wir es doch mal für uns selber aus: "Globale feministische Medienfront" - nein, zu sektiererisch. "Globale Frauen-Medienfront" - schon besser. Die Jungs von Al Kaida nannten sich ja auch islamisch und nicht islamistisch. Aber warum nur Frauen? Schließlich sollen uns auch Männer lesen: "Globale Medienfront".

Zu militärisch? Auf diesen Einwand habe ich gewartet. Also nicht "Front", schließlich sind wir nicht im Krieg. Und der einzige Feind, gegen den wir hier kämpfen, ist die globale Dummheit. "Globale Medienkompetenz" (GMK) - das wär´s doch.

Oder wir bleiben gleich bei "Watch-Salon". Das ist global genug.

Kommentare

  1. Im Ggsatz zu Deutschland wird nicht überall sachlich-nüchtern kommuniziert. Ist doch (im übertragenden Sinn) immer wieder typisch: "Shoot first think later" - also erst schießen, dann denken.
    Nun wurde das Internet als Mittel zur Verbreitung einer gruppenspezifischen Ideologie (an-)erkannt. Aber natürlich werden wohl auch hier, ähnlich wie in China, in einigen Ländern einige Seiten staatlich gesperrt werden. Die Ideologie soll schließlich zur Seite passen.
    Und "globale islamistische Medienfront" assoziiert vermutlich so viel wie "Männerfront"...

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