Mittwoch, 15. April 2009

Grabstein mit Todesfolge


“Fällt ein Grabstein mit seinen mehreren Hundert Kilogramm Gewicht um, kann er durchaus einen Menschen unter sich begraben“, meldet die StZ am 15.04.09 und verweist auf „schiefe Steine“ auf dem Pragfriedhof. Da derartige Unfälle mit Todesfolge immer wieder vorkämen, treffe das Garten- u. Friedhofsamt Vorsorge – mit jährlichen Rütteltests.
Es klingt makaber, aber laut StZ
"...kommt es auf Friedhöfen immer wieder zu Todesfällen, weil Grabsteine Menschen erschlagen. Zum Beispiel Ältere, die sich nach der Blumenpflege an einem losen Mal hochziehen."

Daher erfolgt nach der dortigen Friedhofssatzung aus dem Jahr 1953 eine jährliche Standfestigkeitsprüfung. D.h. nach dem letzten Frost rütteln Kipptester an Grabmalen. Wasser und Frost seien in erster Linie verantwortlich, dass sich Grabwände neigen, Fundamente verrutschen und die Steine in Schieflage bringen.
Bei geringem Wackeln wird ein Warnschild in das Beet gesteckt.
„Unfallgefahr! Grabzubehör nicht standsicher.“

Nun denn. Der berühmte Dichter Eduard Mörike hätte wohl nichts dagegen einzuwenden. Seine einzigartige Grabstätte, die jährlich von vielen Touristen, und Bewunderern seiner Werke aufgesucht wird, befindet sich ebenfalls auf dem Pragfriedhof.

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