Samstag, 11. Juli 2009

Bücher im Fernsehen (Fortsetzung)

Bin gestern extra aufgeblieben, um mir "Die Vorleser" anzusehen. Schon mutig vom ZDF, eine Büchersendung am Freitagabend auszustrahlen, an dem es sonst nur Krimis, Comedy und Kochen zu sehen gibt. Weniger mutig, dass nur eine halbe Stunde für die Bücher zur Verfügung steht. Vor allem, wenn in dieser halben Stunde zwei Moderatoren, ein Gast und gefühlte zehn Bücher (in Wirklichkeit waren es nur acht) untergebracht werden müssen.

Entsprechend ging es im Schweinsgalopp dahin. Konflikte wurden angerissen, aber nicht ausgetragen. Und überhaupt: Amelie Fried und Ijoma Mangold passen überhaupt nicht zusammen. Frau Fried wirkt wie eine vom Sender eingesetzte Gouvernante, die auf den "jungen Wilden" aufpassen soll.

Dabei ist der gar nicht so wild. Sondern belesen, beschlagen und argumentationskräftig. Herr Mangold könnte die Show gut alleine schmeißen. Oder die beiden könnten das abwechselnd machen - und man könnte schauen, wer die bessere Quote bringt.

Von den besprochenen Büchern hat mich letztlich keines so recht überzeugt. Außer vielleicht der olle Erich Kästner, den Talkgast Walter Sittler mitgebracht hat: "Als ich ein kleiner Junge war". Den kannte ich allerdings schon.

Kommentare:

Heidrun Wulf-Frick hat gesagt…

Die Sendung habe ich zwar nicht gesehen, aber "Kürzere Tage", das darin vorgestellte neue Buch von Anna Katharina Hahn, kann ich nur empfehlen. Es ist einfach wunderbar geschrieben. Literarisch anspruchsvoll - und sicher nicht nur für StuttgarterInnen lesenswert!
http://vorleser.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,7600424,00.html

Silke Schneider-Flaig hat gesagt…

Stellen die auch "unliterarische" Kochbücher (passend zur vorherigen oder anschließend folgenden Sendung) vor?