Dienstag, 4. August 2009

Zensursula in Neti-Ketten

Foto:BMFSFJ

Über Ursula von der Leyen wir derzeit gebloggt und kommentiert was das Zeug hält. Endlich, so hat frau den Eindruck, kann man der modernen Familienministerin, die so wenig ins bisherige Bild der C-Parteien passte, doch den passenden Stempel aufdrücken: spießig, technikfeindlich und keine Ahnung - weil sie sich nach dem Internet-Stoppschild bei Kinderpornographie jetzt in der Rheinischen Post auch für einen Verhaltenskodex in sozialen Netzwerken wie Facebook stark macht. Hinzu kommt der Reflex, jede Reglementierung des Internets (und nicht etwa seine Auswüchse), als Angriff auf die persönliche Freiheit zu sehen. 
Dazu und zum Umgangston im Netz allgemein hat Sabine Pamperrien im Freitag einen lesenswerten Artikel geschrieben. Und im Crossblog gibt es dazu einen Kommentar.

Kommentare:

Günther Gruchala hat gesagt…

Liebe Mitleser, in der SPD hat sich eine AG-Piraten in der SPD gegründet.
Schauen sie mal vorbei.
http://www.spd-internetpolitik.de
Freundschaft
Günther Gruchala

Silke Schneider-Flaig hat gesagt…

"Respektvoller Umgang muss in Chats, blogs oder Foren so selbstverständlich sein, wie wir das auch im Schulalltag mit Streitschlichtern oder Vertrauenslehrern einfordern", gibt die Familienministerin in dem Interview zu bedenken. Allerdings weigern sich nach wie vor viele Erwachsene, sich mit dem Internet zu befassen. "Lebenslanges Lernen", lehnen sie ab. Ich würde ein Pflichtfach "Grundkurs Internet, Nebenfach Netiquette, Chatiquette" für Lehrer in die Ausbildungspläne begrüßen. Wenn sie dann Pros (Profis) sind, sollten sie aber so fair sein, den Schülern (Newbies) mit keinen Plonk ("please leave our netgroup, kid", also sinngemäß "verzieh dich, Kleiner"), sondern mit Respekt zu begegnen. Und umgekehrt. Allerdings scheinen derzeit eher die Schüler die Pros zu sein.