Dienstag, 24. November 2009

Die aktuelle Quote

94,4% der C4/W3-Professuren in den Naturwissenschaften sind in Deutschland aktuell mit Männern besetzt. Bei den Ingenieurswissenschaften sind es 96,2%, in der Medizin 94,2%, in den Agrarwissenschaften 91,1%, in den Sozialwissenschaften 92% und in den Geisteswissenschaften 83,7%. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland damit eine Spitzenposition ein, wenn es um die Bevorzugung von Männern in der Wissenschaft geht, dies berichtet die duz (unabhängige deutsche Universitätszeitung) in dieser Woche. Die Quote ist in Deutschland eben eine Männerquote.

Kommentare:

Angelika Knop hat gesagt…

Gehört diese Spitzenposition auch zur Exzellenz-Initiative?

Judith Rauch hat gesagt…

Die Zahlen überraschen mich nicht, aber sie erschüttern mich trotzdem. Dauer-Erschütterung, sozusagen. Was tun? Es wurden doch schon so viele Förderinstrumente ausprobiert: Lise-Meitner-Stipendien, spezielle Frauenprofessuren, dual-career-Unterstützung, Gleichstellungsbeauftragte als watchdogs in jedem Fachbereich ... Und warum nutzt das alles nix?