Sonntag, 29. November 2009

Videocamp - Wo bleiben die Camperinnen?



Kongresse sind wie der Frühling - erst freudig erwartet und dann machen sie oft nur müde. Und damit das nicht so auffällt, finden sie vermutlich gerne an grauen Novembertagen statt. Schön, wenn da mal Abwechslung ins Spiel kommt. An diesem Wochenende gab es die beim Videocamp in Essen. Mehr als 120 aktive oder potentielle Videomacher trafen sich im Unperfekthaus, um sich auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Solche Barcamps sind "Unkonferenzen", bei denen man oder frau eben nicht "bar" sondern mit Engagement zahlt: mit eigenen Vorträgen oder auch dem Dienst am Empfang.
Dadurch lernen die Teilnehmer voneinander und sich besser kennen. Besonders nützlich: auch wer ein Problem hat und keine Lösung, kann eine Session anbieten. So diskutierte Oliver Markert von Focus Online mit uns über den Aufbau und die Pflege einer Video-Community bei YouTube. "Das kann für Focus nicht funktionieren", meinten viele. Die Begründung: zu breit die Inhalte, zu verschieden das Publikum. Und dann redeten wir uns die Köpfe heiß über Qualität, Sehgewohnheiten und die Motivation und den Nutzen von Kommentaren.
Videojournalistin und Buchautorin Sabine Streich sprach über Videojournalismus im Fernsehen. Ansonsten gab es wenig Frauen unter den Teilnehmerinnen und noch weniger, die Sessions anboten. OK, so ein Barcamp ist etwas Techtalk-lastig - aber es liegt doch an den Videojournalistinnen,  vermarkterinnen und -casterinnen da draußen, das zu ändern! Wenn wir auch diesmal nicht dabei sind (siehe hierzu Medientage), ist es unsere eigene Schuld. Denn, wie gesagt, beim Videocamp kann jede mitmachen und jede referieren.

Videocamp-Atmosphäre gibt es übrigens in diesem Video.

2 Kommentare

  1. So wie vor allem junge Frauen heute die (neuen) Techniken nutzen, ist "Techtalklastig" wirklich keine Entschuldigung mehr, nicht dabei zu sein... oder?

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  2. Einen umfangreichen Bericht zum Videocamp gibt es übrigens von Dirk Kirchberger im Hannoversche Allgemeine Blog.

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