Mittwoch, 24. März 2010

Equal Pay Day: Rote Tasche - rote Karte!

Am 26. März 2010 ist wieder Equal Pay Day angesagt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Ein Thema, das nicht nur dem Journalistinnenbund  JB (wir berichteten), sondern auch dem Deutschen Journalisten Verband (DJV) äüßerst wichtig ist. Dies geht aus seiner Pressemeldung hervor. Auf dem DJV-Journalistinnentag am 6. und 7. März 2010 in Köln: Generation „Emma“ – Generation „m“ ging es nämlich ebenfalls um die Tatsache, dass laut EU-Studie Frauen selbst im Medienbereich bei gleicher (oder noch mehr) Leistung im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen, als Männer! Damit belegt Deutschland die fünft letzte Stelle in Europa. Sie beschlossen eine Resolution, die keine Interpretation duldet: Verleger, Intendanten und Geschäftsführer von Medienunternehmen sind aufgefordert, unverzüglich gleiche Bezahlung, gleiche Arbeitsbedingungen und gleiche Karrieremöglichkeiten in den Redaktionen und im Umgang mit Freien zu schaffen! Alles andere ist unwürdig für ein Mediensystem, das der Wahrung der demokratischen Grundsätze verpflichtet ist und sich selbst als Wächter im demokratischen Gemeinwesen sieht und versteht! Ein Grund mehr, insbesondere für Journalistinnen, am 26. März mit einer roten Tasche Arbeitgebern, bzw. Auftraggebern, die „rote Karte“ zu zeigen.

2 Kommentare

  1. Wie lief bei Euch der Equal Pay Day ab? zum Beispiel der Flashmob in Stuttgart? Hier im südlichsten Südwesten: tote Hose! Ein kleiner Stand im Dauerregen, keinerlei Berichterstattung und bei der abendlichen Diskussion der OB-Kandidaten mit Frauenverbänden - kaum eine rote Tasche!

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  2. In Stuttgart war Flashmob auf Freitreppe am Schlossplatz. Anschließend sah ich einige Frauen mit EPD-Taschen auf dem Event "Expedition mit Günter Wallraff", (http://www.guenter-wallraff.com), im Gewerkschaftshaus Verdi, wo es u.a. um Sozialdumping, Ungleichheit vor dem Gesetz, Ausbeutung und Diskriminierung ging. Eintritt war frei. Spende für Mobbingopfer erwünscht. Er berichtete über seine Undercover-Einsätze (u.a. Call-Center) und es kamen einige mutige Frauen, die sich für Betriebsratsarbeit einsetzen, zu Wort. Er stellte auch sein neues Buch "Aus der schönen neuen Arbeitswelt" vor. Das scheint mir bestsellerverdächtig, da es so viel enthüllt und spannend geschrieben ist. Die Stimmung vor-Ort wirkte sehr motivierend, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren. Es gab viel Applaus für Leute, die über ihre Erfahrungen berichteten. Über Flashmob fand ich kaum Medien-Berichterstattung, über Wallraff schon. Dort waren aber auch deutlich mehr Leute anwesend.

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