Dienstag, 1. Februar 2011

Quo(te) vadis?

Die Diskussionen um eine Quote für Aufsichtsrats- und Vorstandsposten erobert, zumindest thematisch, gerade die deutschen Medien. Zeit, auch im Forum des Journalistinnenbundes mal ein klares Statement abzugeben.

Also:

Ich bin eine überzeugte Gegnerin der Quote. Ich finde, sie gehört mit allen Mitteln bekämpft - die Männerquote, meine ich natürlich. Denn 97% der gut bezahlten, renommierten und einflussreichen Posten für die Jungs - das ist einfach zuviel.

Kommentare:

Michaela Töpfer hat gesagt…

Ich finde es erschreckend, wie Viele (leider auch einige Frauen) im Rahmen der Quotendebatte befürchten, bei verordneter Quotierung kämen auch mittelmäßige oder gar nieder qualifizierte Frauen auf Posten.
Natürlich haben wir genügend gute Frauen, und genau die werden von all den in der Tat mittelmäßigen oder schlechter qualifizierten Männern gefürchtet, die gemütlich auf den Jobs sitzen.

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Quote gut - die Frauenquote natürlich. Denn anders sind mehr Frauen in Führungspositionen nicht durchzusetzen. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Aber die Quote allein reicht nicht. Auch die Begleitumstände für Führungsjobs müssen sich ändern: Bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, weniger Wochenstunden (nicht etwa 60 im Schnitt), eine frauenfreundliche Gesprächskultur (und nicht wie jetzt männerdominiert und -zentriert)und Ehemänner, die 50 Prozent des Haushalts anstandslos übernehmen und sich gleichfalls um den Nachwuchs kümmern, braucht es ebenfalls. Andernfalls wird den - ohnehin schon mehrfach belasteten - Frauen nur noch mehr Arbeit aufgebürdet und sie in ihrer Freiheit beschnitten.

Judith Rauch hat gesagt…

Zum Thema Quote hier ein sehr hübscher Klatsch-Beitrag von Steffi Kammerer:
"Oben in der Testosteronwolke"

Angelika Knop hat gesagt…

Quote statt Qualität? Na, was da alles passieren könnte! Die Qutoen-Frauen in Bankvorständen und -Aufsichtsräten könnten dafür sorgen, dass Menschen Kredite ohne Sicherheiten bekommen, dass faule Papiere gehandelt werden, dass unsolide Banken im Ausland aufgekauft werden. Das könnte alles in einer Finanz- und Wirtschaftskrise münden. Na, das wollen wir doch wohl nicht, oder? Lassen wir die Jungs doch bitte weiter machen. Da passiert so was nicht.

Isabel Rohner hat gesagt…

Wo ist wohl die Chance, dass unqualifizierte Menschen an einflussreiche Posten kommen größer und der damit verbundene potentielle Qualitätsverlust wahrscheinlicher: Wenn man für 97 % oder für 70 % der Posten BewerbER sucht?

Angelika Knop hat gesagt…

Und hier noch ein fabelhafter Kommentar von Gerd Buurmannin seinem Blog "Tapfer im Nirgendwo".

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/02/03/mein-nein-zur-quote/

Anonym hat gesagt…

Wir fordern die Hälfte der Welt , ein Slogan der mutigen Suffragetten schon vor über 1oo Jahren - auf eine Frauenquote zu verzichten, empfinde ich als Rückschritt. Die Männer hatten keine Skrupel, in vielen Berufen eine bis zu 100prozentige Männerquote auszuschöpfen bzw. auszunutzen. Sie haben sich keine Gedanken über fehlende Frauen nicht nur in den oberen Chef -Etagen gemacht. Warum geben sich Frauen wieder so bescheiden und wehren ängstlich ab, angeblich als Quotenfrau verschrien zu werden? Also Frauen ran an die 50%ige Quote. Wir brauchen starke Frauennetzwerke, Vorreiterinnen zur Überwindung der `gläsernen Decke` ...
http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E8F0385E1469144A9AB83C5D3B2B40198~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Angelika Knop hat gesagt…

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