Donnerstag, 14. April 2011

Boys Day - Jungs, wir freuen uns auf Euch

                             Foto: flickr
Heute wuselt es in unseren Kindergärten, Seniorenzentren, Notrufdiensten und Krankenstationen. Fast 35000 Jungen der Klassen fünf bis zehn nehmen am ersten bundesweiten Zukunftstag Boys Day teil.
"Durch Schnupperpraktika lernen sie die Arbeit von Erziehern, Sozialpädagogen und Pflegekräften aus erster Hand kennen. Das sind Berufsgruppen, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden und für die wir dringend mehr und auch männliche Fachkräfte brauchen", sagt etwa Dieter Hundt, BDA-Präsident zum Boys Day, der zeitgleich mit dem schon eingeführten Girls Day für technische Berufe stattfindet. Dass solche Aktionstage Sinn machen, zeigt eine Studie des Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit. Demnach geben sich Betriebe und Institutionen, die schon öfter am Mädchen-Zukunftstag teilgenommen haben, mehr Mühe, weibliche Auszubildende für technische Arbeitsfelder zu gewinnen. Ein Viertel der Unternehmen mit Girls Day-Erfahrung nutzt geschlechtersensible Einstellungsverfahren - im Vergleich dazu ist es ein Sechstel bei den Erstteilnehmenden. Das lässt hoffen, benötigt doch allein die Pflegewirtschaft mehr als 80.000 motivierte Fachkräfte in den nächsten zehn Jahren.

Kommentare:

Amy hat gesagt…

Ja, sie sind sehr willkommen! Und hoffentlich bleibt es nicht in Zukunft dabei "Wer erzieht oder pflegt, leistet offenbar weniger". Denn die sog. `Frauenberufe`, die vorwiegend mit Menschen zu tun haben, zählen immer noch zu den unterbewerteten Arbeitsbereichen. Wer Kinder erzieht oder alte Menschen pflegt, leistet in dieser ungerechten Arbeits/Welt/Gesellschaft offenbar weniger als jemand, der Autoteile zusammen/baut.

Auch hier gibt es sie , die altbekannte Denkstruktur mancher Männer , die zum BoysDay Nein sagen. Von staatlicher Umerziehung der armen Buben sprechen, den `Radikalfeministinnen` ein ideologisches Umerziehungs-Szenarium unterstellen. Oder meinen, weil jetzt Arbeitsplätze frei würden und Frauen langfristig ihre geringer bezahlten Arbeitsplätze aufgeben, damit sie sie gegen besser bezahlte umtauschen können - nun bleiben diese unterbezahlten Jobs den armen Buben vorzugsweise erhalten.
So einen Unsinn kann frau nachlesen im Artikel zu Boys-Day? Nein Danke! von E. Kuhla.
Ca. 90 % dieser unterbezahlten Arbeiten werden/wurden von Frauen verrichtet - nur die wenigsten Männer - und schon gar nicht Antifeministen wie Herr Kuhla - haben sich jemals für diese Ungleichbehandlungen von Frauen interessiert....

Anonym hat gesagt…

Sinnlose Maßnahme, Berufseinsteiger sind die Möglichkeiten durchaus bekannt. Nur sind diese Jobs völlig unterbezhalt. Genauso wenig wie man es Frauen vorwerfen kann, in Bildung zu investieren, um einen möglichst gut bezahlten Job zu bekommen. Genau so wenig kann man es Männern vorwerfen dies ebenso zu tun.

Wer diese Jobs attraktiver machen möchte, sollte auch bereit sein diese anständig zu vergüten. Ein sinnfreier Aktionstag ist da natürlich billiger.