Samstag, 30. Juli 2011

USA -Schuldendrama - es ist Rassismus



Die Amerikaner reiten in diesen Tagen auf der Rasierklinge. Schon 1917 wurde die "Schuldengrenze" eingeführt. Nach Angaben des "Congressional Research Service" wurde diese Grenze allein seit 1962 74 mal verändert. Die Süddeutsche Zeitung recherchierte, dass der Kongress seit 1978 das Limit 51 mal erhöhte.  George W. Bush habe es gleich zehn mal angehoben, unter Ronald Reagan soll der Deal sogar 18 mal durchgewunken worden sein. Und jetzt wird Barack Obama mit allen Mitteln ausgebremst.
Einzelne deutsche und US-Medien sprechen von schwelenden rassistischen Tendenzen, von einer rassistischen Durchdrungenheit der amerikanischen Gesellschaft, aber so richtig deutlich werden nur wenige. Doch der bizarre Kampf um die neue Staatsverschuldung ist vor allem Rassismus gegenüber Präsident Barack Obama.

Noch im April verschickte die republikanische Abgeordnete Marylin Davenport unter dem Motto "Jetzt wissen wir, warum es keine Geburtsurkunde gibt" ein manipuliertes Foto herum, das Obama als Schimpansen zeigte. Es gab ein bisschen Ärger, so what? Echten Mut zeigte der  frühere US-Präsident Jimmy Carter. "Ich glaube, eine überwältigende Portion der Animositäten gegenüber Präsident Obama beruht auf der Tatsache, dass er ein schwarzer Mann, ein Afro-Amerikaner, ist", sagte er dem Sender NBC. Das sei ein abscheulicher Umstand, der ihn sehr betrübe.
Dabei ist die Wortwahl nicht einmal richtig. Obama ist ebenso weiß wie schwarz. Seine Mutter ist nun mal unwidersprochen eine weiße Amerikanerin.


1 Kommentar:

Irene hat gesagt…

Hier ein guter Kommentar zur Politik der Rechten in den USA, aber auch GB:

Der rechte Abschied von der Politik
Mit bisher unbekannter Radikalität bewirtschaftet in den USA eine neue Rechte die Krise, die sie selbst zu verantworten hat. Das stösst auch altgediente Konservative ab, für die Reagan ein Idol war.
http://bazonline.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602