Sonntag, 29. Januar 2012

Die Erste Piratin verlässt die Brücke

Marina Weisband gibt ihren Posten als politische Geschäftsführerin der Piratenpartei auf, um ihre Diplomarbeit zu schreiben und somit ihr Studium abzuschließen. Für ihre Zukunft ist das ganz bestimmt eine sehr kluge Entscheidung - für die Gegenwart der Piraten und ihr mediales Auftreten jedoch ein herber Schlag. Weisband war DAS Gesicht und DIE Stimme der Piraten.


Was nun, die Herren? Die Piratenpartei hat eine weit (weit!) höhere Männerquote als die CSU - und nun tritt auch noch die prominenteste Piratin zumindest vorerst wieder in den Parteihintergrund. Doch wie sollen Frauen für die Parteiarbeit bei den Piraten gewonnen werden? Eine Arbeitsgruppe - bzw. wie das bei den Piraten heißt: ein "Squad" - soll nun Abhilfe schaffen, das kündigte der künftige frauenpolitische Sprecher der Partei an. Ganz gemäß der Erkenntnis: "Wenn du nicht mehr weiterweißt, gründe einen .... Squad." Trotz der Ironie drückt der Watch-Salon die Daumen, dass dieses Vorhaben von Erfolg und vor allem auch von Einsicht gekrönt wird. Eine Partei ohne Frauen - das war schon im letzten Jahrtausend von vorgestern.

Kommentare:

Crassida hat gesagt…

Jetzt hypen wir die Piratin genau wie alle anderen. Zwei Beiträge zu ihr, das ist einer zu viel.

Linn Kegel hat gesagt…

Der Meinung bin ich ganz und gar nicht!

Laura H. hat gesagt…

Das Gesicht und die Stimme? Sie selbst sah das offenbar anders - hier ein erhellendes Zitat aus Frau Weisbands Blog:

"Mehrfach hat Sebastian Nerz mich als Ersatz für sich für Interviews oder Talkshows angeboten, wenn er keine Zeit hatte. Es war aber immer so, dass man dann lieber ganz auf das Interview verzichtet hat. Warum wollte mich niemand sehen? Einige Journalisten hatten mir gesteckt, dass es daran läge, dass ich eine Frau bin und man lieber “den typischen Piraten” zeigen wolle; und der sei nunmal männlich."
Quelle

Tja, diese Journalisten. Autsch.

Isabel Rohner hat gesagt…

Da bin ich anderer Meinung, liebe Crassida. Das hat nichts mit "hypen" zu tun, sondern mit medialer Beobachtung und Analyse. Ich hätt ja gern über eine andere Piratin geschrieben - aber eben: Medial gibt es bislang nur die eine. Und die geht.