Dienstag, 16. Oktober 2012

Briefwechsel mit dem MainzerMedienDisput geht weiter

Ein Dilemma, so alt wie diese Briefkästen:
wir brauchen mehr Frauen auf den Podien
Foto: MaretH., cc-by-nc
Die Organisatoren des MainzerMedienDisputs haben auf den Offenen Brief unserer ersten Vorsitzenden Andrea Ernst reagiert - "mit großer Verwunderung", wie sie in ihrer Stellungnahme schreiben. Fünf Punkte bringen sie darin an, verweisen unter anderem auf die Zusammenarbeit mit ProQuote und wieder einmal auf die Schwierigkeit, Frauen zu finden, weil diese in Führungspositionen unterrepräsentiert sind.

Andrea Ernst hat nun auch auf diese Stellungnahme geantworte.
Wie vom MainzerMedienDisput gewünscht, diesmal mit weniger Polemik. Die Argumente aber sind weiterhin messerscharf. Noch einmal hält sie fest: "Wer qualifizierte Medienfrauen finden will, findet sie."

Sehr wichtig aber auch: "Der Wille 'Frauen zu finden' stellt sich nicht als eine diffuse Aufgabe der 'Gerechtigkeit', sondern als eine der journalistischen Qualität." - Das schlägt in die gleiche Kerbe wie der Blogbeitrag von Antje Schrupp zum Thema.

Der Briefwechsel im Wortlaut findet sich als pdfs unter den folgenden Links:
Erster offener Brief von Andrea Ernst vom 21.9.
Stellungnahme der Organisatoren des MainzerMedienDisputs
Antwort von Andrea Ernst

Wir sind gespannt auf eine konstruktive Fortsetzung. Denn letztendlich ist klar, dass nicht der Disput mit dem MedienDisput das Anliegen des JB ist, sondern das Bewusstwerden der Missstände. Auf dass andere Veranstalter möglichst bald schon von alleine auf den Trichter kommen: Vielleicht muss man Frauen mit etwas mehr Nachdruck suchen - um diese Aufgabe drücken darf man sich jedoch nicht.

2 Kommentare

  1. Man kann ja auch keine Diskussion über den Zustand der schwarz-gelben Koalition machen, wenn man nur CDU'ler aufs Podium setzt!
    Daher auch meine Absage an den Mainzer Mediendisput, über die Veranstaltung im BR MedienMagazin zu berichten: "Wir haben es satt, Tagungen zu besuchen, die rein männlich besetzt sind (Grußworte NICHT mitgezählt). Zwei, drei weibliche Feigenblätter reichen nicht aus, um ein Thema gesellschaftlich relevant zu beleuchten."

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  2. Manche Männer müssten einfach mehr recherchieren... Fakten, Meinungen und Referentinnen - und immer auch an Leser-/Hörer-/ZuschauerInnen denken...

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