Mittwoch, 14. November 2012

Pro Quote macht die taz

Am Samstag kommt eine taz raus, die nicht die taz ist. Pro Quote, der Verein, der sich stark macht für mehr Frauen in Führungspositionen, übernimmt die Tageszeitung für einen Tag und erklärt die Welt aus der Sicht von Frauen. Ganz klar, einige Teile der Zeitung werden schon vorproduziert. Die sonntaz zum Beispiel. Die muss ja produktionsbedingt vorher fertig sein. Ich kann in der Vorschau sehen, was das Pro Quote Team, angeführt von Annette Bruhns vom Spiegel, der Wirtschaftsjournalistin Birte Siedenburg und Ruth Kühn von der Deutschen Welle, verstärkt von den tazlerInnen Emilia Smechowski, die gerade für den Kausa Medienpreis nominiert ist, Annabelle Seubert und zwei taz-Männern im vierten Stock so zaubern. Das sieht schon toll aus. Natürlich darf ich noch nichts verraten. Oder doch so viel: Mein derzeitiges Lieblingsstück ist eine Reportage der Stern-Reporterin Bettina Sengling über eine Frau in Russland, die zuerst einen Wald retten wollte und von da aus zur Putin-Kritikerin wurde. Mehr wird nicht verraten, aber hier ist ein Screenshot der Vorschau.

Keine Seite ist bisher fertig, sonst wäre sie grün unterlegt. Leider bin ich ab morgen auf Recherche und werde alles verpassen: die Diskussion am Freitag um 10 Uhr in der taz, den Fortgang der Produktion, die Freude am Ende, wenn alles geschafft ist.

Kommentare

  1. EU-Justizkommissarin Viviane Reding (sie sprach auf dem Kongress Frau Macht Medien des DJV 2012 in Bonn) setzte gestern unter dem Motto "Wir müssen bellen und beißen" die Frauenquote durch. Ab 2020 müssen Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen zu 40 Prozent mit Frauen besetzt sein.
    (Beispiel: Bei der Deutschen Bank wären das 40 Prozent, bei Daimler 10 Prozent.)

    Ab 2016 soll die Richtlinie in nationale Gesetze gebracht sein. D.h. ab dann müssen Regierungen Geldbußen verhängen oder die Besetzungen annullieren.

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