Mittwoch, 24. Juni 2009

"Non" zur Burka in Frankreich

Während der Auftritt des französischen Staatschef Nicolas Sarkozy vor der Nationalversammlung und dem Senat von seinen Kritikern als "Rückfall in die Monarchie" geschmäht wurde, machte dieser doch eine ganz klare Ansage. Er sagte laut und deutlich "non" zur Burka. Das Frauen von Kopf bis Fuß verhüllende Gewand sei ein Symbol der Unterwerfung und Erniedrigung und in der französischen Republik nicht willkommen. Die totale Veschleierung habe nichts mit Religion zu tun, so Sarkozy. Würde und Freiheit der Frau würden damit in Frage gestellt werden. Ich bin gespannt, wie die Franzosen das "Non" in der Praxis umsetzen werden. Das Kopftuch als religiöses Zeichen ist ja längst an den laizistischen Schulen verboten.

3 Kommentare

  1. Wie krass! Und wie absurd... welche hat das schönste Kopftuch?

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  2. Es war ein Familiensportfest im Park an einem heißen Sommertag in München. Der Mann erschien im kurzen Hemd, dahinter die Frau bis auf einen Sehschlitz tief schwarz verschleiert. Was tut frau da? Den Mann ansprechen? Die Frau ansprechen? Was, wenn sie dann demnächst gar nicht mehr aus dem Haus gehen darf? Also ignorieren? Ich finde es sehr schwer abzuschätzen, was ein simples Verbot für Folgen hätte. Möglicherweise sind diese Frauen dann noch isolierter.

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  3. Über Frankreich wurde in jüngster Zeit mehrfach in Zusammenhang mit Libyen berichtet. Dort, und das ist insofern erstaunlich, sind alle Frauen frei vom Schleierzwang, können nicht vom Ehemann verstoßen werden, sind vor dem Gesetz, der Familie und im Berufsleben gleichgestellt und dürfen studieren. Zumindest was den Schleierzwang anbelangt, sollten sich andere Länder hierran ein Vorbild nehmen.

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