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Freitag, 12. April 2019

Serien für die Feministin #2

Desfred (Elisabeth Moss) will sich dem grausamen Regime des Gottesstaats Gilead nicht unterwerfen. / Foto: Telekom

Was sind Eure Lieblings-Serien? Das haben wir die Kolleginnen im Journalistinnenbund gefragt. Die Antworten waren durchaus überraschend. Wir haben daraus zwei Jahre nach dem ersten Artikel im Watch-Salon über "TV-Serien für die Feministin" eine neue, dieses Mal vierteilige Staffel von "TV-Serien für die Feministin" entwickelt. Auch 2019 empfehlen wir wieder Produktionen mit überzeugenden weiblichen Hauptfiguren. Damit wir Episode für Episode genießen können, ohne uns über sexistische Klischees zu ärgern.

jb-Serien-Staffel #2:
The Handmaid's Tale| Salz. Fett. Säure. Hitze. | Grace und Frankie 


Dienstag, 26. Juni 2018

Heimspiel für Anfängerin – Begegnung mit Alexandra Sell

von Eva Hehemann


Hauptdarstellerin Ulrike Krumbiegel kommt im Film schnell wieder auf die Beine / Foto: Flare Film_Kolja Raschke

An schwül-heißen Tagen in Köln ist der Appetit auf Eis allzu verständlich, allerdings eher auf Speise-Eis als auf die steinharte Eisfläche einer Berliner Stadionhalle in dem Spielfilm „Die Anfängerin“. Wo junge und alte SportlerInnen in Mützen und Handschuhen blitzschnell oder vorsichtig langsam an der Bande entlang gleiten und mehr oder weniger halsbrecherische Pirouetten trainieren. Das immerhin angenehm temperierte Kino der Kunsthochschule für Medien, KHM Köln, zeigte aber eben diesen Film im Juni in seiner Reihe „Heimspiel“, die den Studierenden der Hochschule die Arbeit ehemaliger AbsolventInnen vorstellt. Und den wollte ich unbedingt sehen! Vor allem weil Alexandra Sell, die Macherin des Films, aus Berlin kommen würde, um ihn vorzustellen.

Mittwoch, 2. Mai 2018

„Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ Regisseurin Kerstin Polte im Interview

von Christine Olderdissen

Charlotte (Corinna Harfouch) steigt aus und macht nur noch was ihr gut tut. / Foto: Alamodefilm


Ein Film über die Liebe und den Tod und den großen Raum dazwischen, das ist der erste abendfüllende Spielfilm der Berliner Regisseurin Kerstin Polte. Im flirrenden Sommerlicht Norddeutschlands, mit Wolken und Meer, nimmt sie uns mit zu einem Roadmovie voller irrwitziger Wendungen. Gott, eine tote Katze und ein kluges Mädchen spielen ebenso eine wichtige Rolle, wie eine Lastwagenfahrerin und eine Taucherbrille. Eine Ehe an ihrem Ende, ein Mutter-Tochter-Konflikt der üblichen Art, der Start in den Ruhestand und das Schicksal der Alleinerziehenden sind die Eckdaten. Mittendrin Charlotte, gespielt von Corinna Harfouch, die „mehr vergisst, als sie erlebt“, und Meret Becker als ihre kratzbürstige Tochter Alex.

Dienstag, 21. November 2017

Nicht-Mann und Nicht-Jung – Wie alte Frauen verschwinden

von Inge von Bönninghausen, Gastautorin

Foto: Eva Hehemann


50+, junge Alte oder Best Agers, SeniorInnen, Langlebige, Hochbetagte. Ist das Vielfalt, Verwirrung oder Verdrängung? »Älter werden«, das wohl schönste Buch zum Thema von Silvia Bovenschen, hat eine Antwort: »Eine ältere Frau ist jünger als eine alte Frau. Wie groß muss doch die Angst vor dem Alter sein, dass sie sogar die Grammatik vergewaltigt.«