Donnerstag, 26. Januar 2012
Qualitäts-Journalismus für 300 Euro
von
Magdalena Köster
Loben wir mal den Kultur- und Medienausschuss des Bundestags, der sich kürzlich zum dritten Mal mit der neuen Medienwelt und deren Auswirkungen auf den Qualitätsjournalismus befasste. Bei der Expertenanhörung dabei: leider nicht der Journalistinnenbund, dafür die DJV-Vertreterin Ulrike Kaiser, Cornelia Haß von DJU Verdi und Benno Stieber für die Freischreiber.
Haß machte klar, dass den JournalistInnen immer weniger Zeit für ausführliche Recherchen bleibe, auf der Strecke blieben auch Fortbildungen, um etwa Bilanzen oder Statistiken richtig lesen zu können. Sie wagte sich auch an die Tabuthemen wie
Freitag, 13. Januar 2012
Ziehen Sie sich unauffälliger an, Frau Weisband
von
Magdalena Köster
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| Foto: Marina Weisband www.marinaslied.de |
Sie redet ohne Punkt und Komma, aber auch ohne ein einziges Ähh. Marina Weisband, Geschäftsführerin der Piratenpartei und 1987 geboren, lernte im Umgang mit den Medien in kürzester Zeit, dass Frauen wie sie unentwegt über ihr weibliches Geschlecht definiert werden. Ihre Analyse lautet etwa so:
"Ich rede eine halbe Stunde über Politik und in der Zeitung steht dann, wie meine Wohnung eingerichtet ist. Ich lege meine Vorstellungen von einem neuen Bildungssystem vor und geschrieben wird, ich sei die neue Mutter Teresa in Pink. Ich kleide mich gern ungewöhnlich und werde von wildfremden Menschen ermahnt, ich solle mich doch unauffälliger anziehen, wenn ich ernst genommen werden möchte."Hier das Interview mit Zapp.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Begegnung mit einer demenzkranken Lobbyistin
von
Waltraud Schwab
Ich bin immer wieder berührt von Frauen, die mir im Laufe meines journalistischen Lebens begegnen. Zuletzt habe ich Helga Rohra kennen gelernt. Die ehemalige Dolmetscherin hat Demenz. Diagnostiziert wurde die Krankheit bei ihr, als sie 53 Jahre alt war, das war vor fünf Jahren. Sie kämpft gegen die Krankheit an und ist die einzige Betroffene, die im Vorstand einer Alzheimer Gesellschaft als Lobbyistin für Demenzkranke auftritt. Ihre wichtigste Forderung: "Nichts über uns, ohne uns." Ich habe sie kürzlich interviewt für die taz.
Hier ist auch eine Kurzfassung des Interviews.
Hier ist auch eine Kurzfassung des Interviews.
Mittwoch, 11. Januar 2012
Jill Abramson - die mit den Eiern
von
Judith Rauch
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| Foto John Niedermeyer |
Die eiserne Lady ist - wie viele Führungsfrauen - in einer Krisensituation berufen worden. Denn der "Gray Lady", wie ihr Traditionsblatt liebevoll genannt wird, geht es schlecht.
Freitag, 6. Januar 2012
Medizinischer Fortschritt
von
Laura Hennemann
Die Geschichte einer gleich doppelten Krankheitsdiagnose lese ich in der Süddeutschen Zeitung:
Eine 25-jährige Patientin hat einen Tumor und einen Kinderwunsch. Professionell entfernen die Ärzte sowohl den Tumor als auch...
Eine 25-jährige Patientin hat einen Tumor und einen Kinderwunsch. Professionell entfernen die Ärzte sowohl den Tumor als auch...
Antifeminismus und Fremdenhass
von
Angelika Knop
Mehrfachveröffentlichungen haben im Netz ja Tradition und durchaus ihren Sinn. Manchmal lohnt es sich, dabei auf abweichende Details zu achten. Der Vertreter einer "Männerpartei", kam mit seinen Kommentaren zum Equal Pay Day auch in unserem Blog zu Wort. Er hat dann seinen veröffentlichten Kommentar noch in einem Anti-Feminismus-Forum namens "WGvdL - Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?" gepostet - allerdings mit einem kleinen Zusatz:
"PS: Die wollen am 23.03.2012 Aktionen starten. Wollen wir das zulassen?"
Dienstag, 3. Januar 2012
Was nun, Herr Bundespräsident?
von
Magdalena Köster
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| Foto: Schloss Bellevue, Stephan Czuratis, Wikipedia |
"Ein Land kann nur gedeihen, wenn man ihm Redefreiheit gewährt; mündliche in den Versammlungen und schriftliche in der Presse", sagte Ludwig Börne 1831 zu Heinrich Heine im Frankfurter "Schwanen" (laut Aufzeichnungen des gemeinsamen Freundes Moritz Gottlieb Saphir).
"Die öffentliche Meinung ist ein See, der, wenn man ihn dämmt und aufhält, so lange steigt, bis er schäumend über die Schranken stürzt ... Die Regierungen, die sich bemühen, die Freiheit der Rede und Schrift zu hemmen, zu unterdrücken, zu knebeln, machen es wie die Kinder, die ihre Augen zuschließen, um nicht gesehen zu werden."Heinrich Heine antwortete in Bildern:
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