Mittwoch, 13. Januar 2016

16 für 2016 - Frauen, auf die wir uns freuen

Kluge Köpfe und weibliche Ansichten wollen wir zu Gesicht bekommen, nicht nur auf Plakaten.
Foto: Angelika Knop

Wir erwarten mehr im neuen Jahr. Genauer gesagt: mehr Frauen - sichtbar in Medien, auf Podien, in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Und wir hätten da auch schon ein paar Vorschläge. 16 Frauen, von denen wir gerne mehr hören, sehen oder lesen wollen. Einige unserer Favoritinnen stehen 2016 schon mit neuen Projekten in den Startlöchern - andere sollten gerne häufiger oder von besseren Positionen aus ins Rennen gehen. Und dann - so hoffen wir - andere nachziehen. Damit es immer mehr werden ...

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Neujahrsvorsatz: Die magische 1.000 bei Twitter knacken

17 fehlen noch - dann sind wir rund       Screenshot Twitter

Gute Vorsätze sollte frau ja gleich in die Tat umsetzen. Unserer lautet daher für 2016: 1.000 Follower bei Twitter erreichen. Zugegeben: so groß ist das Ziel gar nicht, denn da fehlen ja nur noch ein paar. Gerade deswegen wollen wir es auch schon Anfang Januar erreichen. Und damit das noch schneller geht, verlosen wir unter denen, die die magische Zahl für uns komplett machen, ein Buch - und zwar eines, das euch und uns gefällt. Deshalb könnt ihr das aus unserer #Auslese - den Buchtipps zum Jahresende - selber aussuchen. Mitmachen geht so:

Sonntag, 20. Dezember 2015

Auslese #7: Unsagbare Dinge - Sex, Lügen und Revolution

Sieben Tage, sieben Bücher. Empfehlungen der Salonistas zum Jahresende:
als Geschenk in letzter Minute oder für die Auszeit auf dem Sofa.

Pünktlich zum vierten Advent unser letzter Buchtipp              Foto: Luise Loges

Ein Geständnis vorab: Ich bin ein bisschen in Laurie Penny verliebt. Ich habe sie zwar nie getroffen, aber auf dem Gebiet, das einen Menschen für mich attraktiv macht, hat sie mein Herz gewonnen: mit ihrer Art, zu schreiben. Kaum eine in der weiten Welt des Netzfeminismus formuliert so leidenschaftlich, so polemisch und dabei so intelligent und auf den Punkt wie die 29-jährige Britin. Dementsprechend ist auch ihr aktuelles, hochgelobtes Werk "Unspeakable things", das sie dieses Jahr auch auf dem Berliner Literaturfestival vorgestellt hat, ein wahres Lesevergnügen.

Aber vom reinen Schreibstil mal abgesehen, geht es in dem Buch um Großes - nämlich um nichts weniger als die Revolution. Die der Frauen, der Armen, der "Queers, Freaks und Sünder", also all derer, die in der westlichen Gesellschaft an den Rand gedrängt werden.

Samstag, 19. Dezember 2015

Auslese #6: Älter als Jesus oder mein Leben als Frau: Memoir

Sieben Tage, sieben Bücher. Empfehlungen der Salonistas zum Jahresende:
als Geschenk in letzter Minute oder für die Auszeit auf dem Sofa.

Was kommt jenseits der 33, wenn Tod und Auferstehung nicht auf dem Plan stehen? Ein Kind vielleicht?  Foto: Angelika Knop 

Wer um die 40 schon seine Memoiren schreibt, hat entweder viel erlebt - oder viel Selbstbewusstsein. Vielleicht auch beides, so wie Jina Khayyer. Die Iranerin wächst in Deutschland auf, will schon als junges Mädchen unabhängig sein. Gerne geht sie ins Internat, weil da alle "coolen Mädchen" sind. Mit 16 weiß sie, dass sie auf Frauen steht - womit zwar ihre Familie, sie selber aber "zu keiner Zeit" ein Problem hat. Jina Khayyer wird Journalistin, schreibt über Mode, Schauspielerinnen und ihre Heimat. Sie lebt und liebt in München, New York, Sao Paolo und Paris. Dann, "2008 habe ich mein Leben verloren. Von einer Sekunde auf die andere. Es fühlte sich so an, wie ich mir bis heute das endgültige Sterben vorstelle; einsam kalt und nass und dunkel."

Freitag, 18. Dezember 2015

Auslese #5: Warum hasst Ihr uns so - Für die sexuelle Revolution der Frauen in der islamischen Welt

Sieben Tage, sieben Bücher. Empfehlungen der Salonistas zum Jahresende:
als Geschenk in letzter Minute oder für die Auszeit auf dem Sofa.


Das Kopftuch schützt nicht - eine feministische Abrechnung mit islamischer Kultur und Religion           Foto: C. Olderdissen


Die amerikanische Newsweek hat sie 2012 zu einer der „furchtlosesten Frauen der Welt“ gekürt. Der Guardian hat ihr Buch auf die Liste der acht weltweit wichtigsten feministischen Büchern gesetzt. Mona Eltahawy wollte ein provokatives Manifest schreiben. Doch es ist zuvorderst eine Klageschrift über den alltäglichen Frauenhass in Nordafrika und im Nahen Osten geworden. Seite um Seite füllt die Journalistin mit Berichten der systematischen Unterdrückung von Frauen in Ägypten, Saudi Arabien, Tunesien, Marokko, Libyen und im Libanon. Der Körper der Frau ist der Kriegsschauplatz. Die Waffe ist die sexualisierte Gewalt. Das Ziel ist der Machterhalt der Männer.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Auslese #4: Anja Reschke (Hg.) Und das ist erst der Anfang. Deutschland und die Flüchtlinge

Sieben Tage, sieben Bücher. Empfehlungen der Salonistas zum Jahresende:
als Geschenk in letzter Minute oder für die Auszeit auf dem Sofa.

Wie geht es weiter? Was ist zu tun? Ein Buch, eine Bestandsaufnahme. Buchcover: Rowohlt


Drei Jahre ist es her, seit ein deutscher Innenminister jovial bekannt gab, unser Land sei bereit, 5.000 Menschen aus Syrien aufzunehmen. Deutschland lehnte sich zurück. In diesem Jahr kamen ohne extra Einladung oft 5000 Geflüchtete an einem Tag. Deutschland erwachte. Ein Teil der Bevölkerung spuckte in die Hände und packt an, ein anderer läuft bei Anti-Asyl-Spaziergängen mit und manche zünden im Schatten der Nacht Unterkünfte an. Die Entwicklung der letzten Monate hält uns alle in Atem. Gut, dass uns das gerade von Anja Reschke als Herausgeberin erschienene Buch "Und das ist erst der Anfang" dabei hilft, noch mal die Gedanken zu sortieren.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Auslese #3: Berge, Bön und Buttertee - Reise ins Tibet der Frauen

Sieben Tage, sieben Bücher. Empfehlungen der Salonistas zum Jahresende: als Geschenk in letzter Minute oder für die Auszeit auf dem Sofa.
 

Elke Ambergs Reisebericht aus Tibet weckt Entdeckerinnengeist - schon auf dem Sofa          Foto: Gabriele Loges


Wie steht es eigentlich mit der Gleichberechtigung in Tibet? Tja ... bis vor kurzem hätte ich keine Antwort auf diese Frage gehabt, und ich halte mich eigentlich für recht weltgewandt. Die chinesische Zensurbehörde hält ihren Daumen eisern auf alles, was das besetzte Land im Himalaya angeht, und selbst Tibet-Tourist*innen sehen meist nur das, was ihr Guide will: die großen Sehenswürdigkeiten, die schöne Landschaft und jede Menge Yaks.

JB-Mitglied Elke Amberg blickte hinter diesen Vorhang aus Schweigen: Zusammen mit ihrer Freundin hat sie eine Individualtour aufs Dach der Welt gemacht und einen ungewöhnlichen, sehr persönlichen und spannenden Reisebericht darüber geschrieben.