Mittwoch, 1. Februar 2012

Der Femen-Sisters barbusiger Protest

Poster: femen-shop, femen.org


T-Shirt an, T-Shirt aus. Gerade protestierten die ukrainischen Feministinnen der Gruppe "Femen" noch ziemlich nackt und wüst beim Weltwirtschaftsforum ("Gangster-Party") in Davos, schon traten Inna Schewtschenko und ihre Mitaktivistinnen heute barbusig vor dem Hauptsitz des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF) in Zürich auf, um gegen die geplanten Weltmeisterschaften 2014 in Weißrussland zu protestieren ("keine Unterstützung für die Diktatur").

Dienstag, 31. Januar 2012

Vorurteil erschüttert: Frauen parken besser ein

Schön eingeparkt. Foto: Florian K

Es lebe die empirische Wissenschaft! Sie lebe hoch! Dank ihrer konnte ein seit Jahrzehnten gepflegtes Vorurteil widerlegt werden, das auch schon Eingang in den Titel eines zu Unrecht viel gelesenen Buchs gefunden hat: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können".

Es bedurfte nur einer Videokamera in einem Parkhaus:

Sonntag, 29. Januar 2012

Bonjour zurück: Anne Sinclair

Da ist sie wieder: Anne Sinclair, fünfte von links, inmitten der Schar ihrer Redakteurinnen und Redakteure. Sie alle arbeiten seit kurzem für die Huffington Post - France! Und Anne Sinclair ist damit wieder unter anderen Vorzeichen in den Schlagzeilen. Nicht (nur) als Frau von DSK, die sich nach seinem Sex-Skandal als eisern zu ihm haltende Gattin öffentlich erklären musste:

Die Erste Piratin verlässt die Brücke

Marina Weisband gibt ihren Posten als politische Geschäftsführerin der Piratenpartei auf, um ihre Diplomarbeit zu schreiben und somit ihr Studium abzuschließen. Für ihre Zukunft ist das ganz bestimmt eine sehr kluge Entscheidung - für die Gegenwart der Piraten und ihr mediales Auftreten jedoch ein herber Schlag. Weisband war DAS Gesicht und DIE Stimme der Piraten.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Qualitäts-Journalismus für 300 Euro



Loben wir mal den Kultur- und Medienausschuss des Bundestags, der sich kürzlich zum dritten Mal mit der neuen Medienwelt und deren Auswirkungen auf den Qualitätsjournalismus befasste. Bei der Expertenanhörung dabei: leider nicht der Journalistinnenbund, dafür  die DJV-Vertreterin Ulrike Kaiser, Cornelia Haß von DJU Verdi und Benno Stieber für die Freischreiber.
Haß machte klar, dass den JournalistInnen immer weniger Zeit für ausführliche Recherchen bleibe, auf der Strecke blieben auch Fortbildungen, um etwa Bilanzen oder Statistiken richtig lesen zu können. Sie wagte sich auch an Tabuthemen.

Freitag, 13. Januar 2012

Ziehen Sie sich unauffälliger an, Frau Weisband

Foto: Marina Weisband www.marinaslied.de


Sie redet ohne Punkt und Komma, aber auch ohne ein einziges Ähh. Marina Weisband, Geschäftsführerin der Piratenpartei und 1987 geboren, lernte im Umgang mit den Medien in kürzester Zeit, dass Frauen wie sie unentwegt über ihr weibliches Geschlecht definiert werden. Ihre Analyse lautet etwa so:
"Ich rede eine halbe Stunde über Politik und in der Zeitung steht dann, wie meine Wohnung eingerichtet ist. Ich lege meine Vorstellungen von einem neuen Bildungssystem vor und geschrieben wird, ich sei die neue Mutter Teresa in Pink. Ich kleide mich gern ungewöhnlich und werde von wildfremden Menschen ermahnt, ich solle mich doch unauffälliger anziehen, wenn ich ernst genommen werden möchte." 
Hier das Interview mit Zapp.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Begegnung mit einer demenzkranken Lobbyistin

Ich bin immer wieder berührt von Frauen, die mir im Laufe meines journalistischen Lebens begegnen. Zuletzt habe ich Helga Rohra kennen gelernt. Die ehemalige Dolmetscherin hat Demenz. Diagnostiziert wurde die Krankheit bei ihr, als sie 53 Jahre alt war, das war vor fünf Jahren. Sie kämpft gegen die Krankheit an und ist die einzige Betroffene, die im Vorstand einer Alzheimer Gesellschaft als Lobbyistin für Demenzkranke auftritt. Ihre wichtigste Forderung: "Nichts über uns, ohne uns." Ich habe sie kürzlich interviewt für die taz.

Hier ist auch eine Kurzfassung des Interviews.