Samstag, 30. August 2014

Rotherham - Behörden decken massenhaften Missbrauch

Es ist ein Skandal von unglaublichem Ausmaß: Mindestens 1400 Jugendliche wurden in den vergangenen 16 Jahren im nordenglischen Rotherham regelmäßig vergewaltigt – Polizisten und Sozialarbeiter wussten davon, aber unternahmen so gut wie nichts dagegen. In den Medien gab es in den letzten Jahren immer wieder Berichte darüber, aber das ganze Ausmaß des Missbrauchs ist jetzt erst durch einen Untersuchungsbericht bekannt geworden.


Dienstag, 26. August 2014

Die Frauen der Woche - Snowdens smarte Vorgängerinnen

Nach dieser Frau hat das FBI lange gefahndet: Bonnie Raines


Die Geschichte der amerikanischen Whistleblower muss um ein paar weibliche Gesichter ergänzt werden. Da wären eine 29jährige Aktivistin, die in ein FBI-Büro einbricht, eine taffe Journalistin, die für die Veröffentlichung der gestohlenen Unterlagen kämpft, eine couragierte Zeitungschefin, die das alles absegnet und eine Filmemacherin, die diese wilde Geschichte ins Kino bringt.
 

Freitag, 22. August 2014

„Auch Feministinnen stecken im Patriarchat fest“

Journalistik-Professorin Friederike Herrmann. Foto: Christian Klenk
Friederike Herrmann ist Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zusammen mit vier Kolleginnen und einem Kollegen aus der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) veranstaltet sie 2015 eine Tagung zu „Medien – Sprache – Geschlecht“ (19.-21. Februar in Eichstätt). Das könnte brisant werden - bei Themen wie Maskulinismus im Internet und unbewussten Stereotypen von Männern und Frauen. Judith Rauch befragte die Wissenschaftlerin für den Watch-Salon.

Montag, 18. August 2014

Medientage - Männertage?

Ein "repräsentatives" Podium der Medientage.   Foto: A. Knop

Gegen den chronischen aber hausgemachten Frauenmangel bei den Medientagen München haben sich vier Organisationen in einem Offenen Brief beschwert: Der Verlauf der Debatte als Storify:

Donnerstag, 31. Juli 2014

Die Qual mit der Quote: Kulturk(r)ampf in Unternehmen

Schlagworte einer Unternehmenskultur. Tag-Cloud aus der Fraunhofer-Studie
 "Unternehmenskulturen verändern - Karierrebrüche vermeiden"

Die deutschen Arbeitgeberverbände  haben sich mal wieder gegen gesetzliche Frauenquoten stark gemacht. "Verfassungsrechtlich fragwürdig" seien die, so deren Bundesvereinigung. Behandelten "lediglich die Symptome, nicht die Ursachen" des Frauenmangels in den Führungsetagen. Recht haben sie - mit einem: Die Ursachen gehören beseitigt - nur ist ihnen das bisher selbst nicht gelungen, trotz aller Pläne, Ziele, Selbstverpflichtungen. Was haben sie nicht alles versucht, um ihre Mitarbeiterinnen in Führungspositionen zu bekommen: Home-Office, Betriebskindergärten, Mentoring, Frauenförderung. Aber die mögen einfach nicht, die Frauen. Zu blöd. Oder vielleicht auch schlau, weil sie spüren, dass ihr Aufstieg gar nicht wirklich gewollt ist? In vielen Unternehmen tobt nämlich ein Kulturkampf zwischen den hehren Zielen aus der Personalabteilung und der harten Wirklichkeit in der Firma. Das hat eine Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung schon vor zwei Jahren herausgefunden. Höchste Zeit, da mal nachzulesen. Man(n) könne ja was lernen, wenn sie 2016 dann doch kommt, diese Quote.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Angela Merkel: Zum 60. ein Historiker


Merkel-Markenzeichen Raute. Foto: Armin Linnartz, CC-BY-SA-3.0

Angela Merkel wird 60. Zum 50. bekam sie ja einen Hirnforscher geschenkt: Wolf Singer. Dem aktuellen Spiegel ist zu entnehmen (Seite 38), dass er mit den Händen eine genau so schöne Raute machen kann wie Merkel selbst.

Montag, 30. Juni 2014

Nicht nur ein Quötchen: Ministerin Schwesig gratuliert ProQuote zum Bergfest


Anstoßen auf die Quote: Manuela Schwesig (in Rot) zwischen Schauspielerin Maren Kroymann
und ProQuote-Gründerin Annette Bruhns (rechts). Foto: ProQuote via Facebook

„Frauen sollen da ankommen, wo sie hingehören. Wir haben ein Recht auf Einfluss, Macht und Geld. Weil wir gut sind.“ Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig demonstrierte beim Bergfest von ProQuote an diesem Samstag in Berlin ihren Kampfeswillen. Die agile SPD-Frau hatte eine Woche zuvor einen Referentenentwurf für das Gesetz zur 30%-Quote in Aufsichtsräten für börsennotierte Unternehmen auf den Weg gebracht. Nach Abstimmung mit den anderen Ministerien will sie das Gesetz durchkämpfen: „Über die Quote zu diskutieren, darauf habe ich richtig Lust“. Die Bundesfrauenministerin und ProQuote: Hier ziehen zwei am selben Strang. Mit guten Argumenten.