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Mittwoch, 7. April 2021

Abschiedspost #9: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

von unserer ehemaligen Autorin Isabel Rohner 

Blick zurück: Blogpost von Isabel Rohner zum Sexismus / Foto: Isabel Rohner

Unsere Gesellschaft verändert sich rasant, ist überall zu hören. Digitalisierung, Technisierung, Individualisierung ... Eines scheint dann doch erstaunlich konstant zu bleiben: Das sexistische Frauenbild in der Werbung. Das Foto, das Anlass für meinen Kommentar im Oktober 2008 war, es könnte genauso gut heute entstanden sein. Hier hat sich in den vergangenen 12 Jahren nichts, aber auch gar nichts verändert. 

Mittwoch, 31. März 2021

Abschiedspost #8: Lasst das Licht an - wünschen sich Nicola Sturgeon und der Watch-Salon

von Tina Stadlmayer

Screenshot des Blogposts im Watch-Salon
Blick zurück: Blogpost von Tina Stadlmayer über Nicola Sturgeon

"Völlig absurd, du spinnst wohl" hätte ich 2015 allen entgegnet, die einen Austritt Großbritanniens aus der EU für möglich gehalten hätten. Aber das war damals auch kein Thema. 2015 beschrieb ich in meinem Artikel "Nicola Sturgeon: Gute Königin oder gefährlichste Frau Britanniens?" wie die britischen Zeitungen die schottische Ministerpräsidentin hochjubelten, nachdem sie sich jahrelang über sie lustig gemacht hatten. Ein halbes Jahr vor dem Erscheinen meines Artikels hatten die Schott*innen bei einem Referendum knapp gegen die Unabhängigkeit von Großbritannien gestimmt. 

Mittwoch, 24. März 2021

Abschiedspost #7: "Da sollten wir dringend was drüber schreiben"

von unserer ehemaligen Autorin Magdalena Köster 

Blick zurück: Blogpost von Magdalena Köster zum Internationalen Frauentag 2017 
Foto: ©Stephan Bachenheimer/World Bank SB-NP03 CC BY-NC-ND 2.0

Wir schließen den Watch-Salon, aber verschließen ihn nicht. Jede/r kann sich weiterhin bei uns durchklicken. Und echt, ich war wirklich positiv überrascht, über was unsere Journalistinnen-Runde in all den Jahren berichtet hat. So viele Beiträge zur Medienszene, zum Equal Pay Day, zur Politik. So viele Porträts (von Elizabeth Warren bis Marina Weisband), so viele Film- und Buchbesprechungen. Und all die gesellschaftlichen Themen, oft weiterhin aktuell und nicht gelöst. 

Mittwoch, 17. März 2021

Abschiedspost #6: Allein nach Libyen, gemeinsam für Frauenrechte

von unserer ehemaligen Autorin Silke Schneider-Flaig 

Blick zurück: Fotodokument einer Libyenreise im Watch-Salon veröffentlicht / Foto: Silke Schneider-Flaig

Schon als Jugendliche nahm ich mir vor, dass ich irgendwann nach Libyen gehe. „Auf jeden Fall, bevor ich 40 bin“, sagte ich mir. Hintergrund war der Anschlag auf die Disko La Belle in Berlin, in der ich kurz zuvor war. Ab da interessierte ich mich plötzlich für Politik. Statt „Hanni und Nanni“ las ich Günther Wallraffs „Der Aufmacher“ über die Methoden der Bildzeitung und „Das grüne Buch“ von Muammar Al Quaddafi mit seiner dritten Universaltheorie. 

Mittwoch, 10. März 2021

Abschiedspost #5: Gleichwertige Arbeit, gleiche Rechte, gleiches Gehalt

von Angelika Knop

Blick zurück: Noch lange nicht ausgelutscht ist das Thema Equal Pay / Foto: Angelika Knop

Der Equal Pay Day, der heute begangen wird, ist in Deutschland so alt wie unser Blog. Entsprechend oft habe ich darüber berichtet. Natürlich auch, weil es gerade in Medienbetrieben häufig undurchsichtige Gehaltsstrukturen gibt. Und weil es eine Journalistin ist, die in dieser Sache bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen ist. Die Klage der ZDF-Redakteurin Birte Meier ist jedoch noch nicht entschieden. Insgesamt hat sich in der Rückschau zwar viel getan in 13 Jahren, aber wenig verbessert. Abgesehen davon, dass zumindest das Thema so langsam in den Köpfen der Menschen präsent wurde auch derer, die Politik machen. Trotzdem ist und war das Entgelttransparenzgesetz, das seit 2018 gilt, seinen Namen nicht wert. Doch in diesem Jahr zeigt sich ein Silberstreifen am Horizont. 

Mittwoch, 3. März 2021

Abschiedspost #4: Alle redeten davon, radioeins tat es: Hundert Prozent Frauen am Mikrofon

von Christine Olderdissen

Blick zurück: Wenn dann richtig Frauen, Frauen, Frauen bei radioeins / Foto: Screenshot rbb

Für meinen Blick zurück habe ich einen meiner ersten Blogposts für den Watch-Salon ausgewählt. Ziemlich genau vor acht Jahren kommentierte ich begeistert die fulminante Aktion von radioeins: 100 Prozent Quote - und manN hört zu. In der Woche vor dem Internationalen Frauentag am 8. März 2013 waren in dem rbb-Sender ausschließlich Frauen als Radiomacherinnen zu hören – und Frauenstimmen in allen Musikstücken. Im Watch-Salon stellte ich damals die Frage:

„Was bleibt nach der 100-Prozent-Aktion hängen? Werden mehr Frauen prominente Moderationsplätze erhalten? Werden bald mehr Frauen in den Führungsetagen des rbb und in anderen Sendern die Strippen ziehen?“

Mittwoch, 24. Februar 2021

Abschiedspost #3: Was, schon sieben Jahre? Ein Rückblick

von Luise Loges

Screenshot des Blogposts im Watch-Salon
Blick zurück: Düzen Tekkal - Interview von Luise Loges im Watch-Salon / Portrait: Markus Tedeskino

2014 wurde Düzen Tekkal Augenzeugin des Genozids an ihrem eigenen Volk, der Religionsgemeinschaft der Jesiden. Die deutsche Journalistin reagierte instinktiv auf das Leid, das sie sah, obwohl sie keinerlei Krisentraining hatte: sie interviewte, dokumentierte, berichtete. 2016 wurde ihre Dokumentation "Hawar - meine Reise in den Genozid" veröffentlicht und im Couragepreis für aktuelle Berichterstattung des Journalistinnenbundes lobend erwähnt. Ich wusste sofort, dass ich diese spannende Frau für den Watch-Salon interviewen und ihre Erfahrungen hören wollte.

Mittwoch, 17. Februar 2021

Abschiedspost #2: Was die jungen Journalistinnen gegenwärtig bewegt

von unserer ehemaligen Autorin Marlies Hesse 

Blick zurück: Blogpost von Marlies Hesse zu prämierten Nachwuchsjournalistinnen
Foto: Eva Hehemann

Wie jede Generation vor ihnen vertreten auch die jungen Journalist*innen heute ihre eigenen Werte, Wahrnehmungen und Lebensstile und kombinieren sie in ihren Beiträgen mit traditionellen und neuen Befunden und Erkenntnissen. Ihre Einsendungen zum Marlies-Hesse-Nachwuchspreis spiegeln jährlich ein breites Themenspektrum wider. Eine intensive Beschäftigung mit dem, was sie in ihrer gendersensiblen Berichterstattung bewegt, erweist sich immer wieder als überaus lohnend. 

Mittwoch, 10. Februar 2021

Abschiedspost #1: Von Herzblut und Herzstücken

von unserer ehemaligen Autorin Heidrun Wulf-Frick

Blick zurück: Blogpost von Heidrun Wulf-Frick über Marlies Hesse / Foto: Heidrun Wulf-Frick

„Nicht rückfällig werden“ – das hat sich Marlies Hesse beim Abschied selbst versprochen. Und sie hat ihr Versprechen gehalten. Nun ist sie seit zehn Jahren nicht mehr als „Geschäftsführerin unseres Herzens“ (Zitat Eva Kohlrusch, damalige jb-Vorsitzende) tätig, aber eine ganz Große und Größe im jb geblieben. Damals durfte ich für den Watch-Salon über ihren Abschied  schreiben.

Mittwoch, 3. April 2019

Und nun? Den Spirit von New York in der Heimat umsetzen! - Fazit der UN-Frauenkonferenz

von Gastautorin Rebecca Beerheide

Die Vorsitzende des Journalistinnenbundes ist zur 63. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (CSW63) mit der deutschen NGO-Delegation nach New York geflogen. Exklusiv für den Watch-Salon schildert sie ihre Eindrücke. Dieser Text ist aus der Ferne entstanden, zurück in Deutschland, das im April den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates für 30 Tage übernimmt.

Ein Teil der deutschen Delegation bei der CSW63 - in der Mitte Rebecca Beerheide / Foto: privat

Zurück aus New York, einige Tag nach meiner Heimreise: Es war ein gutes Gefühl, am 22. März spätnachts ein kurzes Video bei Twitter auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm zu sehen: Der Applaus dafür, dass die Staaten den Abschlusserklärungen zugestimmt haben. Auf Fotos lagen sich alle Vertreterinnen am Ende in den Armen und freuten sich. Dass sich die Delegationen, die Diplomaten*innen und all die Unterhändler*innen wirklich auf ein Abschlussdokument einigen, da waren sich Vertreter*innen aus der deutschen Delegation kurz vor meiner Abreise noch sehr unsicher.

Samstag, 16. März 2019

Von Schwestern, Daten und dem Platz am Tisch - neue Eindrücke von der UN-Frauenrechtskommission

von Gastautorin Rebecca Beerheide

Die Vorsitzende des Journalistinnenbundes ist zur 63. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (CSW63) mit der deutschen NGO-Delegation nach New York geflogen. Exklusiv für den Watch-Salon schildert sie ihre Eindrücke.

Videoschalte des UN-Sicherheitsrats im Arria-Gesprächsformat mit NGOs unter Vorsitz der Staatssekretärinnen
Marlène Schiappa aus Frankreich und Carmen Marx aus Deutschland / Foto: Rebecca Beerheide

Es ist eine Konferenz der Superlative in einer Stadt der Superlative: Staatspräsidentinnen, Ministerinnen, Staatssekretärinnen und -sektretäre, viele offizielle Regierungsmitglieder aus aller Welt, sowie unzählige Vertreterinnen (und ein paar Vertreter) von Nicht-Regierungsorganisationen treffen sich zwei Wochen lang am offiziellen UN-Gebäude an der United Nations Plaza, zwischen der 43. und 46. Straße New Yorks. Viele Veranstaltungen sind auch in anderen Gebäuden, Kirchen oder Hochhäusern rund um das Gelände verteilt. Fünf Botschaften konnte ich aus den Diskussionen und Panels heraushören: Wir sind alle Schwestern (und Brüder), wir müssen unsere Geschichten kennen, habt richtige und gute Datenanalysen und bekommt so einen Platz am Tisch.


Mittwoch, 13. März 2019

„Push back the pushback" - Eindrücke von der UN-Frauenrechtskonferenz in New York

von Gastautorin Rebecca Beerheide

Die Vorsitzende des Journalistinnenbundes ist zur 63. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (CSW63) mit der deutschen NGO-Delegation nach New York geflogen. Während des zehntägigen Treffens von Frauen aus aller Welt berichtet sie exklusiv für den Watch-Salon.

"Ich bin Feminist", sagt UN-Generalsekretär António Guterres - hier vor der Vollversammlung der CSW63 - von sich.
Foto: Rebecca Beerheide

Bei einer UN-Konferenz ist der erste Höhepunkt eigentlich der erste Tag mit seiner feierlichen Eröffnung. Bei meinem ersten Besuch auf der diesjährigen CSW63 war es allerdings der zweite Tag – ich hatte in einer Online-Abfrage ein exklusives Zugangsticket für den Saal der UN-Vollversammlung bekommen und durfte live in der General Assembly Hall dabei sein, als es zu einem „High Level“ Event kam – einer Veranstaltung, auf der die ranghöchsten Politikerinnen, die an dem Tag anwesend waren, miteinander diskutierten.

Dienstag, 28. August 2018

100 Jahre „Damenwahl“ – Ausstellung zum Jubiläum des Frauenwahlrechts

von Gastautorin Margit Schlesinger-Stoll

Endlich dabei: die ersten weiblichen Abgeordneten der Weimarer Nationalversammlung, hier bei einer Kaffeepause
/ Foto: Historisches Museum Frankfurt

Wenn das Historische Museum Frankfurt/Main (HMF) jetzt mit der Ausstellung „Damenwahl - 100 Jahre  Frauenwahlrecht“ seine zweite große Wechselausstellung präsentiert, darf frau und man einiges erwarten. Eher etwas für historisch Interessierte? Keineswegs, denn gleichberechtigter Zugang zu Bildung, gleiche berufliche Chancen und Bezahlung, politische Teilhabe und sexuelle Selbstbestimmung sind auch 100 Jahre nach Ende des Wilhelminischen Kaiserreichs noch nicht selbstverständlich. Ich selbst werde mehr als einmal reingehen. Denn ich erfahre mehr z. B. über Johanna Tesch …

Montag, 25. September 2017

Am Tag danach: Wie Politikerinnen, Journalistinnen und Wählerinnen das 100 Jahre alte Frauenwahlrecht nutzen

von Christine Olderdissen

Martin Schulz umringt von den SPD-Politikerinnen Schwesig, Dreyer, Nahles und Hendricks/ Foto: ARD-Schnappschuss


Inszenierung ist alles: Martin Schulz trat am Wahlabend, von Parteikolleginnen umgeben, vor die Kameras, um seine Wahlniederlage zu verkünden. Angela Merkel hingegen war umringt von männlichen Politikern. Abgesehen vom erdrutschartigen Wahlergebnis, das bestätigt, was sich seit Wochen und Monaten angekündigt hat, lohnt es sich in diesem Moment auch darauf zu schauen, was Frauen in diesem Politkrimi leisten.

Montag, 26. Oktober 2015

Media Women Connect rockt die Münchner Medientage ------------------------ Weniger nachdenken! Mehr Karriere!


von links: Alexandra Borchardt, Sissi Pitzer, Alexandra Föderl-Schmidt, Kathrin Buchner (Puls-BR), Bettina Bäumlisberger.
Fotos und Collage: M. Köster

"Soll ich mich für das Foto lieber hinter oder neben Sie stellen?" Diese Frage eines verunsicherten Chefredakteurs amüsierte die Besucherinnen des ersten "Media Women Connect" auf den "Münchner Medientagen" 2015. Sie wussten auch alle gleich, was damit gemeint war. Viele der immer noch männlichen Chefredakteure oder Programm-Macher fördern inzwischen durchaus Frauen, weil sie an sie glauben (oder auch von den schlechten Zahlen getrieben sind), aber wie sie so richtig mit ihnen umgehen sollen, wissen sie oft nicht. Im schlechtesten Fall kommt dann der ebenfalls überlieferte Spruch: "Wir müssen aber aufpassen, dass wir uns nicht zu viel Frauenpower hier reinholen". Wir aber glauben, dass die Herren das schaffen, und empfehlen den Einkauf einer gehörigen Portion weiblicher Power.

Donnerstag, 6. März 2014

Frauen-Notruf: Die EU hat ein Gewalt-Problem

von Angelika Knop

Gewalt gegen Frauen verhindern - eine Herausforderung für alle.
Das Plakat zur Kampagne. Foto: R. Beerheide

Es geschieht täglich, zuhause, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit: Frauen werden gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt. Hier in der Europäischen Union. Jede dritte Frau über 15 Jahre hat das schon einmal selbst erfahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Europäischen Agentur für Grundrechte (FRA). Bittere Erkenntnisse. Was machen wir nun damit?